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  • Ralf Wenzel

mehr als 1000 Beiträge seit 05.10.2000

Der Ton hier ist mal wieder ein Renner....

Also ehrlich, hier wird geschrieben als ginge die Welt unter. Halten
wir doch mal nüchtern fest, dass es für Apple wichtiger ist, die
vielen ambitionierten Nichtprofis zu erreichen als die paar Profis.
Und? Die bisherigen Zahlen scheinen auszusagen, dass Apple in letzter
Zeit nicht allzu viel falsch macht, was die Firmenpolitik angeht. 

Da wird von VerDAUisierung der Software gesprochen. Als sei das etwas
Schlimmes. Ich habe neulich einen Film auf dem iPhone gedreht (den
ich hier aus rechtlichen Gründen (Begleitmusik) nicht verlinken
kann), der wahre Begeisterungsstürme ausgelöst hat. Warum? Weil
iMovie es ermöglicht, auch ohne Schnittkenntnisse ziemlich geil
aussehende Sachen zu machen. Und wer ambitionierter ist als ich,
stößt halt immer wieder auf Grenzen in iMovie. 

Entscheidend für Apple und deren Eigentümer ist, was hinten
rauskommt. Apple verkauft bevorzugt am die, die am meisten
einbringen. Und das sind halt wohl immer weniger die Profis. Kommt
mir so vor wie der Wechsel zur grafischen Benutzerführung, die zu
Ergebnis hatte, dass man für viele Dinge keine speziell ausgebildeten
Kräfte mehr braucht, die dann natürlich auf die Barrikaden ging. 

Aber so, wie IBM mal dachte, dass der Weltmarkt fünf Computer
brauche, hat Apple eben begriffen, dass der Massenmarkt viel
einträglicher ist. 

Angenommen, die Profis wenden sich von der Plattform ab, die
Macdichte in meinem Bekanntenkreis war noch nie so hoch wie jetzt;
Anwälte, Unternehmer, IT-Dienstleister und viele Privatleute haben
das mehr als kompensiert. 
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