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Avatar von blst82a
  • blst82a

mehr als 1000 Beiträge seit 16.03.2007

Wieso nimmt man für sowas nicht einfach Freepascal (oder Delphi)?

So als Referenzimplementation für einen wie auch immer gearteten
Client.

Es eignet sich sehr gut auch gerade für Programme, die hinter
irgendwelchen Windows-Forumlaren was vergleichsweise simples tun, und
ist einigermaßen plattformübergreifend.

Ich finde Java war so ein typischer 90er Jahre Hype, dessen Ansatz
mit der VM faktisch mittlerweile ziemlich gescheitert ist. Wovon bei
uns Informatik-Professoren auch immer geschwärmt haben war neben der
Schönheit der Sprache die achso tolle Plattformunabhängigkeit mmit
der JVM.

Dazu wurde von Sun dieses JRE eingeführt. In der Praxis hat sich das
nun so entwickelt:

-Das JRE ist eine ziemliche Bloatware
-Teilweise bringen Mini-Tools ein komplettes eigenes JRE mit, von dem
nur Fragmente genutzt werden
-Durch die weite Verbreitung hat jede Version ihre eignen
Sicherheitslücken
-Dass man Java-Programme auch plattformabhängig zusammenwursteln
kann, haben gewisse Programmierkoryphäen schon häufig bewiesen
-Offiziell ist Java in dem Maße plattformunabhängig, wie Oracle
fremde JREs bereitstellt, das ist zwar schon ein bisschen was, aber
nichts, was man jetzt besonders hoch aufhängen müsste. Dazu gibt es
natürlich noch die offene Version.
-Das die VM irgendwie die Sicherheit fördert, wurde einem in den
90ern oft versucht, in typischen Powerpoint-Präsentationen
einzureden, inzwischen ist sie diesbezüglich eher ein Risiko.

Wozu noch dieser JVM-Hokuspokus?

Ich bin eher ein Fan vom Crosscompiler-Ansatz. Je mehr
Zwischenschichten, desto mehr Sicherheitslücken, auf die man u.U.
kaum einen Einfluss hat. Das gilt bei Elster auch bei
Browser-Lösungen. Diese Zwischenschichten wie Browser, JRE, Python
oder .NET-Framewöörk mögen zwar akademisch-softwarearchitektonisch
sauber wirken, und ein schönes Entwickeln ermöglichen, aber bergen
eben Risiken und füllen die Festplatten.... Auch wenn ich sehe, wie
vergleichsweise lange bei mir immer Pidgin startet (Python) - ein
simpler Instant Messager - bin ich von diesem Ansatz inzwischen alles
andere als begeistert.

Hier bin ich halt ein Fan von Freepascal, was für verschiedenste
Plattformen compiliert, und zwar die meisten Sourcen von Turbo Pascal
3.0 bis zu relativ neuen Delphi-Versionen (mit Lazarus). D.h. die
Sprache ist heute stark standardisiert und Multiplattformfähig. Zudem
ist sie nun auch nicht allzuschwer zu erlernen und gut lesbar.

Hier frage ich mich, warum Pascal/Delphi/Freepascal in den letzten
Jahren kaum noch verwendet wird. Gerade für solche Anwendungen wie
Elster-Clienten... Ist es nur eine Modefrage oder gibt es dafür
handfeste Gründe?

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