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  • Ascay

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Re: ansichtssache/gewöhnungssache...

tonnex schrieb am 12. Juni 2013 12:40

> p.s. nochmal sorry: aber drag&drop von kontakt auf adressfeld hat
> keinen bezug zur selben situation in der realen welt

Drag'n'Drop symbolisiert ja, dass man etwas von Ort A nach Ort B
bewegt. Wenn ich ein Foto in einen Briefumschlag stecke, ist das
halbwegs nah an Drag'n'Drop einer Fotodatei auf eine Mail.

Kontextmenus gibt's hingegen nur in der IT. Das versteht man nur wenn
man es mal gezeigt bekommt.

Mir geht's aber eh nicht um ein Beispiel, sondern um die Summe von
allem. Drag'n'Drop funktioniert unter OSX viel mehr wie erwartet als
unter Windows, wo es oft obskure Ergebnisse gibt. Windows hat auch
die nervige Angewohnheit einen mit sinnlosen Informationen zu
versorgen, die man gar nicht will. Immerhin wird das von Version zu
Version besser.

Schönes Beispiel wenn man einen neuen USB-Stick an einen Rechner
anschließt:

Windows:
- Neue Hardware gefunden
- Treiber wurde installiert
- Gerät bereit

OSX:
- zeigt Icon auf dem Desktop und im Finder für Device an

Nützlich sind solche Statusmeldungen nur, wenn was schiefgeht. Dann
gibt OSX auch welche aus. Ansonsten hat man USB-Speicher oder eine
Tastatur/Maus bei OSX nach spätestens 2s benutzbar. Windows textet
einen mit sinnlosen Meldungen zu und braucht dann auch noch deswegen
länger.

Von diesen für sich alleine irrelevanten Kleinigkeiten gibt es in
Windows soviele, dass das System einen unterbewusst mehr stresst.
Wenn man ein paar Tage nur an OSX sitzt und dann wieder mit Windows
konfrontiert wird, merkt man das deutlich.

Davon abgesehen schlampt Microsoft einfach zuviel. Ich hab ein
Surface Pro und bei der feinen Auflösung sind nicht alle
Windows-Dialoge ideal. Das OS unterstützt sein eigenes HiDPI-Setup
nicht vollständig. Anderes Beispiel: MS hat GUI-Richtlinien für
ModernUI-Apps, wo z.B. vorgeschrieben wird, dass Apps für integrierte
Suchen die Charms-Bar nehmen müssen. Soweit gute Idee. Dann geht aber
MS selbst her und hält sich im mitgelieferten PDF-Viewer nicht an die
eigenen Konventionen und baut die Suche ganz woanders ein. Steve Jobs
hätte einem Entwickler dafür den Kopf abgebissen.

Oder wenn man die App-Bar in Win8 aktivieren will, wischt man von
unten oder oben über den Rand. Hat den Effekt, dass man in
Situationen gerät, wo man unten reinwischt und die App die Leiste
oben reinfährt.

Windows ist voll mit sowas ("Start - Beenden" ist ja der beste
Klassiker). OSX ist auch nicht perfekt, aber weitaus sorgfältiger,
was solche Details angeht. Das spürt man bei der täglichen Arbeit
deutlich.

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