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10 Beiträge seit 13.12.2015

Smarthome mit ESP8266/ESP32

Wieder ein Artikel, bei dessen Studium ich mich geärgert habe und mich bei der Kündigung des Make Abos bestärkt sehe.

Die ESP sind grundsätzlich ja geeignet für Smarthome und gerade die verfügbaren Firmware Projekte machen die Nutzung denkbar einfach, ABER:

Die empfohlenen ESP Boards haben alle gemein, dass die ESP darauf halt nicht alleine werkeln, sondern im Verbund mit mindestens einem Spannungsregler (oft der billige und sehr stromhungrige AMS1117) und einer UART-USB-Bridge (CH340 oder CP2102) und eine immer leuchtende Power-LED.

Wenn ich als unbedarfter Leser den Kasten "Weniger Energie" auf Seite 56 lese, dann suggeriert das, dass so ein Board mit Batterie Monate laufen kann. Das gilt aber allenfalls für den reinen ESP im Deep Sleep. Das gesamte Board braucht aber deutlich mehr Strom, was leider mit keiner Zeile erwähnt wird.

So kann dann auch mal ein ESP32 Board statt der erhofften 10uA satte 12mA im "Deep Sleep" verbrauchen (1000x mal mehr!). Da ist dann auch nichts mehr mit Monaten Laufzeit auf Batterie, sondern eher 1-2 Wochen.

Und die Batterielaufzeit ist ein entscheidendes Kriterium für einen IoT/Smarthome Sensor, wenn man nicht alle 2 Wochen die Batterie neu laden möchte oder gerade keine Steckdose zur Hand hat.

Schade, dass das Make Magazin hier mal wieder nicht in die Tiefe gegangen ist.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (07.08.2020 08:57).

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