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  • Fabian Heller

230 Beiträge seit 07.06.2005

Sobald es nicht um Informatik geht, alles verbieten?

Ich (habe Chemie studiert, arbeite aber zur Zeit als Programmierer) bin mit der allgemeinen Haltung hier im Forum gar nicht einverstanden: Wenn es um Informatik geht, sind alle gegen Sachen wie "Hackerparagraphen". Wenn es um andere Wissenschaften wie Chemie oder Biologie geht, können die Regulierungen hingegen nie streng genug sein. Viele scheinen hier der Meinung zu sein, dass Forschung im Bereich Chemie und Biologie so gefährlich ist, dass dies komplett im privaten Bereich verboten sein sollte. Wenn man sich so ein autoritären Staat wünscht: Sollten dann nicht auch Computer, auf denen eigene Programme (nicht vom geprüften Appstore) installieren kann nur noch von staatlich lizenzierten Betrieben benutzt werden können. Solche Computer braucht ja niemand privat und die bösen Hacker hätten dann keine Chance mehr :-). Als Chemiker bin ich der Meinung, dass private chemische und biologische Experimente genauso erlaubt sein müssen, wie privates Hacken (im ursprünglichen Sinn). Genauso wie viele Politiker die Gefahren von "Hackertools" überschätzen, tun das auch viele im Bereich der Naturwissenschaften. Selbstverständlich ist eine gewisse Sorgfalt (so wie z.B. im Strassenverkehr) nötig, genau solche Experimentierkits ermöglichen aber das sichere Kennenlernen der Naturwissenschaften. Die Hersteller solcher Kits tun etwas für die Zukunft, indem sie die Jugend für Naturwissenschaften begeistern und somit neue Forscher generieren, die vielleicht einmal Krankheiten z.B. mit Gentechnologie heilen können.

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