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  • tkaiser (1)

684 Beiträge seit 20.03.2017

Re: Leistungsaufnahme?

NanoPi NEO PCB Rev 1.0 hatte ein Temperatur- und Verbrauchsproblem. Haben wir dem Hersteller gemeldet, PCB Rev 1.1 hat das Problem paar Wochen später gefixt (LDO gegen was Besseres ausgetauscht wie bei den Raspberries zwischen erster und zweiter Generation, die waren ja auch auf einmal mit 600mW weniger zufrieden).

Mit Armbian und den H3 basierten NanoPis läßt sich das Leistungsverhalten hübsch justieren, einfach mal nach "h3consumption" im Web suchen. Geht aber mit Mainlinekernel nicht, da ist es aber auch nicht nötig. Was ja hier die Leute gerne übersehen: Niemand zwingt einen dazu, den schrottigen Allwinner-Kernel einzusetzen, denn alles aber wirklich auch alles an Hardware eines NanoPi NEO oder NEO2 wird *vollständig* vom Mainline Kernel unterstützt, der linux-sunxi Community sei Dank.

Für den NEO2 fassen wir Allwinners Zeugs gar nicht erst an, d.h. die Armbian-Unterstützung für dieses Board basiert nur und ausschließlich auf Mainline-Kernel (die Nightlies basieren auf u-boot 2017.03 und Kernel 4.10). Nightly Images sind auch nicht "experimentell" wie behauptet sondern schlichtweg nicht getestet, weil jede Nacht automatisch gebaut.

Ein NEO2 schluckt idle mit Armbian-Settings und aktiviertem GBit Ethernet um die 950mW (mW nicht mA), schaltet man auf Fast Ethernet runter (ethtool -s eth0 speed 100 duplex full) sind's ~350mW weniger, entlädt man den Ethernet-Treiber komplett nochmal evtl. bis 200mW weniger (ist mit H3-Boards so, hab ich hier aber nicht getestet, da mir der Modus egal ist weil man legt sich ein Board mit echtem GbE nicht zu, um kein Netzwerk zu nutzen).

Läßt man auf dem H5 was relativ Heftiges laufen (OpenBLAS optimierter Linpack Benchmark mit hübsch vielen NEON-Optimierungen -- unser Standard-Tool für Optimierungen), dann sind's bei 1008MHz/1,1V grad mal 2300mW mehr. Würde man dem Ding erlauben, 1248MHz/1,3V zu nutzen, wären wir hingegen bei 4250mW mehr. Ist halt alles Einstellungssache.

Und als Mini-NAS macht sich das Teil übrigens auch toll, weil man mit den ganzen Allwinner SoCs und Mainline-Kernel nämlich "USB Attached SCSI" (UAS) nutzen kann, damit die 40MB/s-Schallmauer durchbricht und in Kombination mit btrfs und transparenter Dateisystemkompression schon beinahe das Maximum dessen erreicht, was 'ne gefüllte 2.5"-HDD so hergibt (die werden nämlich lahmer, je mehr man drauf speichert -- Stichwort 'Zone Bit Recording')

Und jetzt wieder alle schön weitermachen mit Allwinner-Bashing und ignorieren, dass man auf Allwinner-Boards wie dem hier (kein Display, keine CSI-Kamera) hervorragend ohne einen Fetzen Allwinner-Software auskommt und zu 100% OSS einsetzen kann :)

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