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  • l3aml3us

mehr als 1000 Beiträge seit 24.01.2014

Die hohen Preise haben auch einen anderen Grund ...

... die Masse von der Adaption professioneller Drucker so lange wie möglich abzuhalten.

3D-Drucker bergen neben offensichtlichen Gefahren - wie die Herstellung unregistrierter und schwer identifizierbarer Waffen - auch das Risiko eines negativen Einflusses auf eine Anzahl von Wirtschaftsbereichen.

Man stelle sich vor, das sich ganz normale Kunden zuhause beliebige Handy-Cover, Spielzeuge oder auch Ersatzteile für Haushaltsgeräte & Co. produzieren können. Das hat - sind Drucker und Materialien zu preiswert - in recht kurzer Zeit deutlich wahrnehmbare Auswirkungen. Insbesondere wenn die Qualität professionelles Niveau erreicht hat. Dazu kommen Befürchtungen in Richtung Copyright.

Es liegt damit durchaus im Interesse des Marktes, das professionelle 3D Drucker möglichst lange teuer bleiben - sowohl in Anschaffung als auch in Unterhalt. Jenseits dessen kann man sich derzeit natürlich eine goldene Nase verdienen, wenn man die Technologie beherrscht und entsprechende Geräte produzieren kann.

Für Privatpersonen ist ein solches Gerät in den meisten Fällen wirtschaftlich komplett uninteressant. Für eine kommerzielle Produktion von Kleinteilen sind Anschaffungspreis und Verbrauchsmaterialien so teuer, das resultierende Produkte schwerlich Gewinn im nennenswerten Umfeld abwerfen dürften. Dazu kommt der anzunehmend tendenziell hohe Zeitbedarf für die Herstellung, so das die erzielbaren Stückzahlen eher gering ausfallen dürften.

Ich sehe kleine Agenturen oder Künstler am ehesten als potenzielle Kunden - ob die sich aber so ein Gerät selbst anschaffen oder aber zu einem spezialisierten Dienstleister gehen, das steht auf einem anderen Blatt. Für einfaches Prototyping reichen definitiv auch preiswertere Modelle anderer Hersteller aus.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (03.02.2016 11:55).

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