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mehr als 1000 Beiträge seit 16.06.2000

AfD versucht NS-Opfer-Gedenkfeier zu "AfD-Gedenkfeier" umzufunktionieren...

Die AfD hat sich wieder einmal mit ihren Befindlichkeiten befasst, wie so oft. So war man bei einer "NS-Opfer-Gedenkfeier" darüber irritiert, dass man von Charlotte Knobloch dafür kritisiert wurde, dass man Antisemitismus, Rassismus und Neonationalsozialismus in der eigenen Partei nicht ausreichend bekämpfen würde. Eine Kritik, die ganz klar berechtigt ist (und auch von sehr vielen Konservativen geteilt wird) und die sich auch andere neben der AfD anhören müssen. Dass es auf einer Gedenkfeier in Anbetracht der außerordentlich hohen Zahl an rechtsextremistischen AfD-Mitgliedern da keine Ausnahme geben kann, ist eigentlich klar. Es ist ja keine "AfD-Gedenkfeier".

Die AfD indes zeigte sich empfindlich, obwohl sie doch den meisten verfolgten Flüchtlingen nicht zugesteht, dass deren Menschenwürde in ihren Herkunftsländern direkt bedroht ist. Im Gegenteil verbreitet sie regelmäßig Lügen dahingehend, dass der überwiegende Anteil der Flüchtlinge aus rein wirtschaftlichen Motiven um Asyl bitten würde und verbreitet Hass und Hetze, wo sie nur kann. Man sollte also meinen, wer so munter austeilen kann, sollte auch einstecken können. Aber tatsächlich besteht die AfD aus wohlstandsverwöhnten Egozentrikern, die noch nie ihren Lebensunterhalt unter den widrigen Bedingungen bestreiten mussten, denen sich die verfolgten Flüchtlinge ausgesetzt sehen und daher auch nicht wissen, was es eigentlich genau heißt, wenn Leib und Leben bedroht sind.

Denn wer dies weiß, würde nicht eine Erinnerung an den geplanten und begangenen Massenmord an Millionen von europäischen Juden stören und verlassen, nur um sich darüber zu beklagen, dass er "mit einer unangenehmen Meinung" konfrontiert wurde. Einer Meinung, die überdies zu Recht von der Meinungsfreiheit gedeckt und fundiert ist.

Wenn es um so wichtige Dinge geht, dann zeigt der, der auch einstecken kann, was ihm die Verteidigung des Friedens und seiner Mitmenschen wert ist.

Wer dagegen dann immer noch nicht einzustecken bereit ist und auch seine gesellschaftlichen und gemeinschaftlichen Pflichten weiterhin nicht wahrnehmen will, wie die gegenseitige Anerkennung und den Respekt Unschuldiger, der kann auf Dauer nicht Mitglied einer Gemeinschaft sein, die er für den eigenen Wohlstand sofort und bei jeder Gelegenheit verrät.

Diese wirklich mickrige und schäbige Haltung der AfD wird nicht ohne Grund von Konservativen ebenso scharf kritisiert wie von anderen:

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bayern-afd-abgeordnete-verlassen-gedenkfeier-fuer-ns-opfer-16003748.html

MFG/Z

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (24.01.2019 01:19).

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