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Avatar von angelwing
  • angelwing

mehr als 1000 Beiträge seit 22.02.2001

Neonazis demonstrieren gegen sich selbst?

War beim Ostermarsch in Dortmund wohl so - jedenfalls nach Meinung der Polizei, die die Neonazis kurzerhand zu Teilnehmern des Ostermarsches erklärten.

https://www.jungewelt.de/2016/03-31/015.php

Bei der traditionellen Zwischenkundgebung des Ostermarsches Ruhr, die am vergangenen Montag im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld stattfand (jW berichtete), hatten Anhänger der neofaschistischen Partei »Die Rechte« die Friedensbewegten bedrängt. Außerdem warfen die extremen Rechten Pyrotechnik auf die Ostermarschierer, fertigten Bildmaterial von diesen an und provozierten sie mit schwarz-weiß-roten Reichsfahnen.
Die anwesende Polizei, die bereits seit Jahren von Neonazigegnern bezichtigt wird, nicht entschlossen gegen die schlagkräftige neofaschistische Szene der Stadt vorzugehen und deren Aktivitäten zu verharmlosen, wurde ihrem schlechten Ruf am Montag wieder gerecht. So behaupteten die Beamten, dass es sich beim Ostermarsch um eine öffentliche Versammlung handele, an der ein jeder teilnehmen könne.

http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/nord-west/polizei-erklaert-nazis-zu-ostermarsch-teilnehmern-id11690373.html

"Interessant ist, dass ich nach Einschätzung der Polizei als Friedensaktivist und Nazigegner der Leiter einer Versammlung war, an der Neonazis teilgenommen haben." Als die Ostermarsch-Demonstranten in Richtung Innenstadt weiter liefen, wurden sie mit Pyrotechnik beworfen. Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt. Eine Frau, die einen Döner auf Neonazis geworfen hatte, erhielt eine Anzeige.

Das Thema ist bei den Verantwortlichen der Ostermärsche noch nicht durch. Da werden juristische Schritte überlegt, die auch angesagt sind.

angelwing

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