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Avatar von Freier_Waehler
  • Freier_Waehler

mehr als 1000 Beiträge seit 22.04.2012

Und schon wieder waren es die...

Am Sonntag wurden in Berlin einem schlafenden Obdachlosen die Zeitungen, mit denen er sich zugedeckt hatte, angezündet. Durch das rechtzeitige Eingreifen von Passanten erlitt er keinen körperlichen Schaden. Von den Verdächtigen wurden Bilder aus der Videoüberwachung veröffentlicht, nun haben sie sich gestellt.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/sieben-tatverdaechtige-festgenommen-feuerattacke-an-schoenleinstrasse-verdaechtige-stellen-sich/19179296.html

Alle sieben Männer, die am Sonntag versucht haben, einen Obdachlosen anzuzünden, haben sich bei der Polizei gestellt. Sie stammen aus Syrien und Libyen.

Wieder einmal stammen die Täter nicht aus Deutschland. Hier waren es Syrer und ein Libyer. Der U-Bahn-Treter war ein Bulgare, der LKW-Terrorist ein Tunesier. In fast allen spektakulären Vorkommnissen der letzten Zeit (Freiburg, Würzburg usw.) sah es ähnlich aus. Hier noch von "Einzelfällen" zu reden wäre naiv.

Im nächsten Schritt müsste man sich also wie gewohnt über Merkel aufregen, über ihre Flüchtlingspolitik, die mangelnde Sicherheit und überhaupt. Aber es gibt da einen Punkt, über den man nicht so einfach hinweg gehen sollte.
Wenn es wahr ist (und nicht nur mein Eindruck), dass ausländische Täter in den Schlagzeilen häufiger vertreten sind, dann kann das zwei Gründe haben. Entweder begehen sie tatsächlich sehr viel mehr Aufsehen erregende Straftaten - oder über diese Taten wird häufiger berichtet als über die von einheimischen Verbrechern.

In beiden Fällen haben wir ein Problem. Entweder eines mit einer bestimmten Gruppe von Leuten, oder eines mit unseren Medien. Vielleicht auch ein bisschen was von beiden.
Die Logik der Aufmerksamkeits-Ökonomie wird auf alle Fälle dazu führen, dass sich bestehende Vorurteile weiter verdichten. Wer dem entgegen treten will, muss erklären können, woher diese übermäßige Repräsentanz kommt.
Daher möchte ich diesen Punkt gerne zur Diskussion stellen.

Grüße,
Ein Freier Wähler

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