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Avatar von angelwing
  • angelwing

mehr als 1000 Beiträge seit 22.02.2001

Weiter heftige Flügelkämpfe in der AfD

Was nicht die verwundert, die ein bischen aufmerksam die Berichte verfolgt. Aber sicher erschreckend für die Sympathisanten, die überlegen diese Partei zu wählen.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-wie-bjoern-hoecke-seine-machtbasis-ausbaut-a-1252875.html

Geraten die Ultrarechten in der AfD damit in die Defensive? Danach sieht es derzeit nicht aus. Im Gegenteil, Parteivertreter, die sich zu den moderateren Kräften zählen, befürchten, dass der Einfluss der Rechtsaußen wächst und Höcke und Co. versuchen, ihre Machtbasis in der AfD auszubauen.

Die "moderaten Kräfte" von früher sind ja schon gar nicht mehr in der Partei. Die, die sich heute als moderat bezeichnen, sind schon weit rechts von denen. Insofern sollte man sich bei der Wortwahl bei SPON nicht darüber hinwegtäuschen lassen, dass diese Auseinandersetzungen alle ganz rechts geschehen.

Seifen, früher CDU-Mitglied, liegt in NRW mit seinem Ko-Vorsitzenden und "Flügel"-Anhänger Thomas Röckemann über Kreuz, er wirft den Höcke-Anhängern vor, auf "operativer Ebene" eine Struktur aufzubauen, "die an den jeweils gewählten Vertretern der Vorstände vorbei eine eigene Personal-, Organisations- und Sachpolitik betreiben kann".

Ich weiss nicht wirklich, worüber er sich da wundert. Diese Strukturen gab es schon als er für den Landtag kandidierte. Er wollte sie nur nie wahrhaben. Hat anfangs so getan, als ob er sich hinter Petry stellen würde, dann aber ganz schnell die Seite gewechselt und ist Parteivorsitzender geworden. Von einer "moderaten Kraft" kann da also nicht wirklich die Rede sein.

Und neben dem ehemaligen CDUler Seifen gibt es noch den ehemaligen SPDler Hansel.

Hansel, in den Neunzigerjahren in der SPD, träumt von der AfD als "Partei des politischen Realismus aus der Mitte der Gesellschaft", doch das gehe "nur ohne den Flügel, wie wir ihn heute noch kennen - als autokratische, Führerorientierte Machtmaschine, um eigene Loyalitätsketten nach oben zu spülen". Das, sagt Hansel, "muss und wird auch Gauland erkennen müssen, wenn er als derjenige in die Geschichte eingehen will, der es geschafft hat".

Tja, aber Gauland erkennt da gar nichts. Die AfD ist auf Leute wie Höcke angewiesen, wenn sie gute Wahlergebnisse erzielen wollen. Zumindest in den Ländern der ehemaligen DDR.

Derzeit gehen die Umfrageergebnisse für die AfD deutlich nach unten. Und sie tun wohl alles dafür, dass es so bleibt.

angelwing

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