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  • Hannover91

2 Beiträge seit 28.03.2019

Es geht nicht um Gewohnheiten.

Es geht darum, daß das Lebens- und Wirtschaftsmodell vieler Familien infrage gestellt wird. Millionen von Eigenheimbesitzern, denen die Gemeinden in den letzten 50 Jahren Grundstücke im Umland der Städte zur Verfügung gestellt haben, sind zumeist auf das Auto in seiner jetzigen Form angewiesen. Weil eine oder mehrere Personen damit ihren Arbeitsplatz erreichen müssen und es keine realistischen Alternativen gibt. Diese Tatsache dürfte sich durchaus als Menschenrecht einklagen lassen, wenn es denn mal nötig würde.
Aber auch Menschen, die zwar in der Großstadt nahe einer U-Bahnstation wohnen, ihren Job aber leider irgendwo 40km entfernt im Umland ausüben müssen, sind genauso betroffen. Ganz besonders, wenn sie zur Miete wohnen und über keinen eigenen Abstellplatz verfügen, an dem ihr E-Auto problemlos über Nacht aufgeladen werden kann, wie es in Deutschland häufig der Fall ist.
Hinzu kommt noch die steigende Zahl an Fällen, bei der mindestens eine Pflege- oder Betreungsbedürftige Person in der Familie ist. Eine Situation, die noch wesentlich mehr Flexibilität verlangt und alle eventuellen Zeitreserven verschlingt.
Die Arbeitsplätze von Politikern, Hochschulbeschäftigten oder auch Redakteuren sind fast immer in zentralen Lagen der Großstädte zu finden. Mit guter Verkehrsanbindung und der Möglichkeit zum Homeoffice.
Aber die Lebenswirklichkeit vieler Menschen sieht leider anders aus.

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