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  • Russischer Hacker

mehr als 1000 Beiträge seit 29.05.2017

Amerika ist schwanger, Trump war die Folge, nicht die Ursache.

Der Versuch die Probleme der Vereinigten Staaten mit der Person Donald Trump zu erklären und ihn zur Ursache zu machen ist naiv und einseitig und wird die eigentlichen Ursachen nicht aus der Welt schaffen. Der s.g. Putschversuch war nur ein kleiner Vorgeschmack auf die düsteren Zeiten die auf die Vereinigten Staaten und die ganze Welt zukommen. USA ist schwanger mit großem Leid, und Trumps Amtszeit war die Folge aber nicht die Ursache für die tiefe Spaltung der amerikanischen Gesellschaft, welche bereits lange vor seinem Amtsantritt bestand und auch mit seinem Abtritt keineswegs aus der Welt geschafft sein wird.

Im Grunde existieren in USA (nicht erst seit Trump) zwei Parallel-Gesellschaften. Das traditionell konservative Amerika und das progressiv liberale Amerika. Die beiden Lager sind in etwa gleich groß, sich spinnefeind und mittlerweile unversöhnlich. Sie vertreten zwei völlig unterschiedliche Wertesysteme. Der Graben dazwischen kaum überwindbar und wird mit jedem Tag von beiden Seiten immer weiter vertieft.

Natürlich hatte Trump auch seinen Anteil daran, aber auch die Andere Seite ist keineswegs unschuldig oder besser gewesen. Wir haben gesehen, dass die Andere Seite den Wahlsieg von Donald Trump im Jahr 2016 von Anfang an nie akzeptiert hatten. Sie haben ihm von Anfang an quasi den Krieg erklärt und daraus wurde auch gar kein Hehl gemacht. Es wurde Nichts unversucht gelassen um ihn aus dem Amt zu jagen, auch mit bedenklichen Methoden. Doch damit wurde die Spaltung der Gesellschaft nur weiter vertieft. Jeder Angriff auf Trump bewirkte das Gegenteil. Es brachte seine Unterstützer nicht zum Umdenken, stattdessen wurde die Spaltung der Gesellschaft immer weiter vorangetrieben und USA an den Rand eines Bürgerkriegs getrieben. Der s.g. "Putschversuch" war die Folge dieser Entwicklung. Es war noch keine ernst gemeinte Revolution, das kommt alles noch. Das war noch kein ernst gemeinter Versuch die Macht zu ergreifen, dafür ist Trump als Persönlichkeit einfach zu schwach. Das war vielmehr die Kulmination der Frust und Verzweiflung des Teils der Amerikanischen Gesellschaft, welches für Jene Ideale steht, welche Trump vertrat. Der bleibt für sie auch weiterhin der "wahre Präsident", die geben nicht auf nur weil ihr Vertreter jetzt nicht nur als Präsident, sondern auch als Persönlichkeit vernichtet wird.

Das Problem, dass gut die Hälfte der amerikanischen Gesellschaft sich abgehängt und unterdrückt vorkommt ist keines Falls aus der Welt geschafft. Denn die Person Trump ist unbedeutend. Er sagte einfach nur laut, das was ein großer Teil der Gesellschaft denkt. Und auch weiterdenkt selbst nach Trumps Vernichtung als Präsident und als Person.

Jetzt bereits zeichnet sich ab wie die neuen Machthaber damit umgehen wollen.
Sie greifen zu Zensur und Repressionen. "Trumpisten" wurden zu Terroristen erklärt und werden jetzt politisch verfolgt. Man muss ab nun in USA aufpassen was man in der Öffentlichkeit sagt.

Aber mit Repressionen und politischer Verfolgung der Andersdenkenden zwingt man einen großen Teil der Gesellschaft in den Untergrund. Und was passiert im Untergrund? Radikalisierung. Sie werden noch wütender und noch entschlossener und offener für radikale Lösungen.

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