Avatar von van Grunz
  • van Grunz

mehr als 1000 Beiträge seit 27.12.2007

Microsoft & Intel

Die Kooperation zwischen den beiden Platzhirschen Intel & Microsoft gab es bereits in den 90ern, und was mit einem fortschrittlichen Betriebssystem wie OS/2 geschehen ist, das wissen die in den 80ern und 90ern aufgewachsene Generationen sicher noch gut. Mit Fortschritt ist also nicht zu rechnen, schon gar nicht im Datenschutz, wie Google, Microsoft & Konsorten mit ihrem "always online" bereits beweisen. Microsoft hat eine Wolke, neudeutsch: Cloud, die bereits von kritischen Sicherheitslöchern aus den eigenen Reihen beglückt wurde, und wer den Chrome, Siri oder Cortana benutzt, der weiß, daß seine Privatsphäre nicht mehr existiert.

Es gibt auch heute noch Nutzer, die einem reinen "Wisch- und Weg-System" die kalte Schulter zeigen. Wer kann sich schon mit Berührungstastaturen anfreunden, wenn er die Haptik von Tasten gewohnt ist? Wer sie nicht gewohnt ist, der ist in meinen Augen ein Masochist, wenn er eine solche rückständige Eingabe-Variante für gut befindet. Die Fehlerquote ist garantiert hoch.

Auch für Zocker gilt:
Ein Touch-System kann nicht das auskosten, was leistungsfähige Hardware aus CPU und vor allem GPU zu bieten haben, allenfalls die VR, aber diese wiederum ist nicht auf Berührung aus -- zumindest nicht im physikalischen Sinne. Das kann man bestenfalls als Gesten bezeichnen.

Für einen Zocker von heute bleibt nach wie vor Windows, das nicht zwangsläufig als Fettfinger-System konstruiert sein muß, ja, gar nicht darf, weil die Leistung sonst gar nicht abrufbar wäre.

Jeder andere Nutzer, abseits von Spielen, ist mit Linux-Systemen gut beraten, und auch diese lassen sich individuell nutzen.

Es ist wie mit dem lieben Geld:
Wer nicht will, daß Bargeld abgeschafft wird, der nutzt keine Kartenzahlung oder gar PayPal, sondern geht zum Automaten, um dann mit dem einzig richtigen System zu bezahlen. Tracking-frei, unkompliziert und schnell. Das erreicht kein Touch-System der Welt, genausowenig wie bei Spielen. Die funktionieren nach wie vor mit Maus & Tastatur.

Nein -- das Touch-System hat nicht einmal im Ansatz das Potential, Leistung abzurufen. Auch nicht die Spracheingabe. Da wären wohl Gehirnscanner besser geeignet. Das, allerdings, macht mir Angst, wenn man bedenkt, wie es um den Datenschutz aktuell bestellt wird. Opt-Out anstatt Opt-In? Geht gar nicht. Meine Daten in diffusen Wolken? Auch nicht. Was bleibt?

Bewerten
- +