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  • Artur_B

mehr als 1000 Beiträge seit 09.09.2004

Wer verdient da?

Wir hatten ja lange Zeit immer mehr Stillegungen landwirtschaftlicher Flächen, jetzt aber scheint sich das umzudrehen. Grund sind die Maiskulturen, die ausschließlich gezüchtet werden, um dann als ganze Pflanze in die Biogasanlage zu wandern und dort Strom zu produzieren. Auf den ersten Blick nicht schlecht, wenn Brachflächen in dieser Weise genutzt werden. Auf den zweiten Blick schon: diese Züchtungen sind absolut wachstumsoptimiert und somit absolut "keimfrei". Keine Blüten und somit Brachland für die Bienen. Arg weit hergeholt ist es nicht, wenn man das Biensterben damit in Verbindung bringt.

Was kriegen die eigentlich für den Biosgasstrom? Blick auf Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Gesetz#Biomasse

Was ist denn das? Hier wurde zum letzten Mal 2012 novelliert und die Preise sind wohl fürstlich zu nennen. Weit über PV und Wind, denen man die Preise dauernd kürzt. Hier das Gegenteil: bis 5 Megawatt elektrisch steigt der Fördersatz sogar von 2004 bis 2012. Was ist denn das, die Technologie soll doch billiger werden?

Der Verdacht ist, dass sich hier eine Lobby aus Agrarkonzernen eine goldene Nase verdient und die Politik diesbezüglich gekauft hat. Das ist kein Spaß, denn das erhöht die EEG-Umlage und macht dem Hartzer den Strom teuer. Ein ganz klarer Missbrauch des Einspeiseprinzips.

Oder kann jemand diesen Verdacht ausräumen?

Gruß Artur

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