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  • shootingbit

373 Beiträge seit 13.04.2019

Gegenfrage

Florian Rötzer schrieb:

Es könnte aber auch einfach sein, dass sich ältere Menschen schwer damit tun, ihr Verhalten vorübergehend zu ändern, oder dass sie sich etwa genieren, wenn sie Masken tragen sollen.

Herr Rötzer, könnte es etwa sein, daß ältere Menschen über genügend Lebenserfahrung und Intelligenz verfügen, daß sie ihr Verhalten nur dann kurz- oder langzeitig verändern, wenn sie irgendeinen Sinn darin sehen, und daß ihnen die Nackenhaare zu Berge stehen, wenn sie von medizinisch, psychologisch, wirschaftlich und organisatorisch völlig inkompetenten Bankkaufleuten zum Maulkorbtragen genötigt werden?

Sehr geehrter Herr Rötzer, ältere Menschen sind mündig! Ich gehöre zur Gruppe der über 65-jährigen, und ich bin mündig, bin in der Lage, in Erfahrung zu bringen, ob und wie gefährlich ein Infekt für mich und meine Umgebung ist. Meine Altergruppe hat viele Infekte überlebt und weiß sich und die Mitmenschen zu schützen.

Jeder von uns ist in der Lage selber zu entscheiden, was ihm bekommt und was nicht. Aus dem Alter, wo Mutti und Papi uns behüten und beschützen mußten, sind wir heraus, und wir schämen uns, wenn wir nicht ohne Mutti und Papi auf einenen Beinen stehen können. Und wir essen, was uns schmeckt, und verordnete Grießbreipampe spucken wir einfach aus.
Ja, wir haben Leben gelernt, und wir wollen leben und nicht eingesperrt unsere Restzeit verrinnen lassen.

In diesem Sinne ein paar Zeilen aus einem "Lebenslied" von Bettina Wegner:

"Hast du Furcht, dich hinzugeben
Ist da keiner der dich wärmt
Hat die Seele Angst vorm Tode
Hat sie Leben nie gelernt
"

Bettina Wegner - Man sagt (The Rose) - Live 2007
https://www.youtube.com/watch?v=GxC9jhpeERE

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