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  • FachkraftImAusland

915 Beiträge seit 26.02.2008

Tiermast, zu viele Antibiotikaverschreibungen etc. sind nicht das Problem [link]

Sondern das hier:
https://www.youtube.com/watch?v=mBog5xT5Ybk
[Die Story im ersten: Der unsichtbare Feind]

Gucken lohnt sich. Ich jedenfalls habe nun so ueberhaupt keine Lust mehr auf Asien- und vor allem Indienreisen, wo man von dort doch mit ca 70%er Wahrscheinlichkeit mit einem multiresistenten Keim zurueckkommt.

Zum Inhalt ganz kurz gesagt: Multiresistente Keime und Supererreger entstehen hauptsaechlich in den Antobiotikaproduktionsstaetten in Indien. Praktisch alle Pharmakonzerne weltweit lassen dort guenstig produzieren. Mit Antibiotika verseuchte Abwaesser landen in der freien Natuer, wo sich dann unweigerlich Keime mit Resistenzen bilden. Durch die oertlich begrenzte massenhafte Produktion entstehen sogar Erreger, die gegen jedes Antibiotikum, das es gibt, resistent sind. Sie sind dort schon zuhauf in der freien Natur nachweisbar. D.h. die Produktion der Antibiotika selbst leitet Resistenzbildung ein. Schoen schizophren. Helfen wuerde es, die Produktion einzelner Antibiotika als Arzneimittelkonzern wieder national voranzutreiben und auf harte Standards zu setzen, um einen Ausbruch zu vermeiden. Aber es ist halt so billig, in Indien zu produzieren, was kuemmert die Pharmas, was drumrum passiert...

Also das Hauptproblem: wie immer Gewinnsucht und Gier. Abscheulich. So stuern wir rasant auf das postantibiotische Zeitalter zu bzw. befinden uns bereits an der Schwelle dazu. Wir werden es alle bald erleben... Mein Onkel ist beispielsweise dem Tod grad vor zwei Jahren nochmal von der Schippe gesprungen. Er war ein halbes Jahr im Krankenhaus und wir dachten alle, er stirbt. Das war wirklich nicht schoen. Ich glaube, ich in seiner Situation waere lieber gestorben. Aber nun ist alles vorbei und er hat's ohne bleibende schaeden ueberstanden. Aber: Das wird nicht immer so sein.

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