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  • M234

mehr als 1000 Beiträge seit 16.09.2015

Wir kommen aus dem Loch nicht mehr raus

Wie sollen denn billige Lebensmittel ohne Antibiotika produziert werden?
Hühner leben in kleinen Gruppen mit viel Auslauf, abwechslungsreichster Nahrung und reichlich Deckung. So ist es von Natur aus vorgesehen.
Das so "erzeugte" Fleisch ist dann auch 1a und würde wohl bei 30€ pro Kilo liegen.

Vom Einkommen würde dann ein immenser Teil für Lebensmittel drauf gehen, und wenig würde für die Industrieprodukte Auto usw übrig bleiben.

Man kann ja eines genau festhalten: der wachsende Wohlstand ist mit dem Niedergang der traditionellen Landwirtschaft erkauft. Je reicher und wohlhabender ein Land, desto industrialisierter und "giftiger" ist die Landwirtschaft.

Würde man das Konzept "Massentierhaltung" aufgeben, weil sie eben nur mit ABs funktioniert, na gut, dann würden Lebensmittel sehr viel teurer werden und die nachfrage nach Industrieprodukten und Dienstleistungen sinken.

Wir würden wieder auf eine niedrigere Stufe des "Fortschritts" zurückfallen.
Schließlich würde man auch wieder mehr Menschen in der Landwirtschaft brauchen.

Übrigens: Was bei den Tieren die systemrelevanten Antibiotikas, sind bei den Pflanzen die Pestizide.

Ohne diese beiden Sachen gibt es keine "Fortschritt" wie ihr ihn bisher erlebt haben.
Ohne diese beiden Sachen heißt es wieder zivilisatorischer "Rückschritt".

Das muss man sich mal klar machen.

Die Frage ist nur, ob das wirklich so schlecht wäre und ob das nicht eine Lösung für die Zukunft wäre: dass Menschen, die ihren Job aufgrund Industrie 4.0 verlieren würden wieder in der Landwirtschaft arbeiten, die dann eben ohne Pestizide und Antibiotikas auskommen könnte.

Die Frage ist eben, ob man das will, denn man würde der chemischen Industrie schon einen Schlag versetzten und es gibt auch psychische Blockaden, da man es eben als "Rückschritt" empfindet.

Gleichzeitig liegt hier aber auch eine große Chance...

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