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  • caphorn

394 Beiträge seit 10.04.2006

Franz Müntefering: „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“

Eine unter der Ägide von Wolfgang Clement erstellte Broschüre, die ALG II-Bezieher mit Parasiten gleichzusetzen wusste, Thilo Sarrazins Betonung des eigenen asketischen Lebens, verbunden mit Rezepte- und sonstigen Tipps für die ALG II-Bezieher oder Kurt Becks Aufforderung, sich zu waschen und zu rasieren, dann würde man auch einen Job bekommen … all diese Äußerungen fügten sich zu einem Gesamtbild: Die SPD würde den Arbeitssuchenden jedenfalls nicht beistehen.

Es sind ja nicht nur die Ausgemusterten, Abgehalfterten oder Unberührbaren aus der SPD die diese Positionen vertreten haben. Franz Müntefering war bis zum Schluss seiner politischen Karriere ein von allen respektierter SPD Politiker, der sogar unter Angela Merkel noch Ämter inne hatte. Und das obwohl er Dinge gesagt hat, die ihn - in diesem Punkt jedenfalls - nicht von dem unterscheiden, was die Nazis über das Verhältnis von bezahlter Arbeit und dem Recht auf Existenz gedacht haben:

Hitlers Meinung (1925) dazu: "Wer nicht arbeitet, soll nicht essen. Und wer nicht um sein Leben kämpft, soll nicht auf dieser Erde leben. Nur dem Starken, dem Fleißigen und dem Mutigen gebührt ein Sitz hinieden."

http://www.hagalil.com/archiv/2000/01/haider-1.htm

Müntefering ist seit 27. April 2013 ehrenamtlich Präsident des Arbeiter-Samariter-Bundes Deutschland. Am 25. November 2015 wurde er zum Vorsitzenden der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) gewählt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Müntefering
http://www.zeit.de/online/2006/20/Schreiner

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (02.04.2017 14:04).

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