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  • Lykanthrop

1 Beitrag seit 19.07.2020

Rechenfehler und sonstige Ungenauigkeiten

Zitat: "Diese bliesen 2018 zusammen 150 Millionen Tonnen CO2 (rund 19 Prozent aller deutschen CO2-Emissionen in jenem Jahr) in die Luft, wie die Daten des Fraunhofer ISE zeigen. Also das Fünffache."

Nun ist es so, das es nicht 150 Millionen Tonnen CO2 waren sondern nur 131 Millionen Tonnen und 131TW/h Strom erzeugt wurden. Der Autor vergleicht also 131TW/h mit 60TW/h. Wenn man all die Fehler berichtigt ist es nichtmehr wie behauptet das 5fache, sondern "nur" das doppelte.

Desweiteren sehen Durchschnittswerte immer toll aus, nur helfen sie beim Thema Stromerzeugung nicht weiter. Liegt die Spitzenlast bei 80GW, hilft es nicht wenn jemand ausgerechnet hat, das es für die durchschnittlichen 55GW genug Kraftwerke gibt.
Ein Gaskraftwerk, das ein Atommeiler ersetzen soll steht ja als Netzreserve nicht zur Verfügung. Und auch andere Faktoren wie beispielsweise der Standort spielen eine Rolle. So kann ein AKW in Baden-Württemberg nicht durch ein GKW in Mecklenburg Vorpommern ersetzt werden.

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