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  • Udo Helms

mehr als 1000 Beiträge seit 20.12.2005

Das grundsätzliche Problem der "Qualitätsjournalisten"...

ist, dass die allermeisten Schreiberlinge gleich sozialisiert wurden, gleich denken und so natürlich auch gleich schreiben. Im deutschen "Qualitätsjournalismus" besteht eine weitgehende Einigkeit darüber, was "gut" für die Menschen ist!

So verwundert es nicht, dass überall das Gleiche geschrieben wird. Wenn man zudem noch die Konzentration der Presselandschaft auf einige wenige Player sowie den damit immer größer werdenden Druck auf Journalisten berücksichtigt, verwundert es nicht, dass kritische Distanz zu den "Herrschenden" immer mehr verloren geht!

So kann es nicht überraschen, dass Vorkommnisse wie der "Fall Skripal" oder die Posse um den "kreml-kritischen Journalisten" Babchenko einfach so durchgehen.

Warum sollte es jetzt "medialen Widerstand" gegen die geplante Aufrüstung der NATO geben? Die wenigen Journalisten, die sich dem "politisch-militärischen Komplex" entgegen stellen, werden einfach als "Putin-Freunde" diffamiert. Alles, was nicht dem Mainstream entspricht, wird umgehend als "Populismus" gebrandmarkt. So braucht man sich mit berechtigter Kritik nicht mehr auseinander setzen!

Ach ja, der Vorwurf der "Lügenpresse" ist auch nicht wirklich hilfreich. Es hilft nur den "Mächtigen", jegliche Kritik in die "populistische Ecke" zu stellen! So gesehen, gibt es keine "Lügenpresse", sondern eine Presse, die sich mit der Schere im Kopf selbst Denkverbote erteilt. Da die meisten Journalisten aus dem gleichen "bürgerlich-spießigen" Milieu stammen, werden immer mehr Leute wie Fietz, Fleischhauer, Blome oder Reichelt an die Spitze des "Qualitätsjournalismus" gespült. Und so sieht der Journalismus dann auch aus.

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