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  • freudhammer

665 Beiträge seit 14.12.2014

Re: Warum hat der Österreicher eine höhere Rente?

Zitat "Stoffelchen":

Du meinst dass du eine höhere Rente bekommst, wenn andere für einen eigenen Rentenanspruch einzahlen müssen?!?
Wenn der Beamte ohne Pendant in freier Wirtschaft (dort gibts mehr Geld) einen Rentenanspruch erarbeiten soll, dann musst du ihm dieses Geld erst mal mit dem Lohn auszahlen. Ebenfalls eine dämliche Nummer.

Nun, in Österreich funktionierts. Du bist, so scheint es, ein Beamter oder ein Höherverdienender in der Wirtschaft. Alle Fälle von Beamten die ich kenne, haben etwa ein Drittel mehr Pension, als etwa vergleichbare Angestellte, obwohl sie nichts einbezahlt haben. Ihr Arbeitgeber, der Staat, bestehend aus Beamten, würde vielleicht auch sparsamer wirtschaften, wenn er hälftig Rentenbeiträge für seine Beamten mit zahlen müßte. Aber so - man kann ja immer die Proleten in der freien Wirtschaft abzocken. Für die Beamtenschaft incl. der Berufspolitiker ist ja längst der Sozialismus ausgebrochen. Gegen die Höhe der heutigen Steuern war der mittelalterliche Zehent ein Klacks, der Staat raubt sein Volk aus und seine Beamten führen damit Kriege, subventionieren die Industrie, retten zockende Banken, nehmen der Wirtschaft das Risiko durch Hermeskredite, subventionieren eine irrwitzige Landwirtschaft, verschenken U-Boote und tausend verkehrte Sachen mehr. Du erzählst Märchen.

Gerne dürfen aber die ganzen Rentner künftig SELBST alles für die eigene Rente einzahlen, statt sich einen fetten Anteil durch Staatszuschüsse nicht zu erarbeiten. Diese Steuern finanzieren sicher nicht die Empfänger kleiner Löhne ...

Sie tun es sehr wohl, auch über die Verbrauchssteuern, sie müssen an allen Ecken die Börse zücken. Ganze Heerscharen von Blutsaugern beschäftigen sich mit nichts anderem, als wie sie die Bevölkerung weiter schröpfen können. Gleichzeitig entziehen sich internationale Konzerne total der Besteuerung in dem Land, in dem sie Gewinne erzielen, und auch die niedriger angesiedelten Gewerbe finden tausend Schlupflöcher, wie sie die Steuerlast reduzieren können. Der kleine Mann kann das alles nicht.

Wie soll man einen Staat nennen, der etwa die Arbeitslosigkeit seiner Menschen geradezu produziert und den Sozialkassen die Beitragszahler nimmt? Etwa, wenn ein Fabrikant eine neue Maschine kauft, die sagen wir hundert Arbeiter überflüssig macht, dann wird er mit Abschreibungsmöglichkeiten vom Staat belohnt, oft bekommt er sogar noch Subventionen. Muss er weiter für die hundert Arbeitslosen aufkommen oder in die Sozialkassen zahlen? Etwa durch eine Maschinensteuer? Da sei der liebe Gott vor.

Du spielst auf den Staatsanteil bei den Renten an, doch der ist nur gerecht, bei immer mehr versicherungsfremden Leistungen.

Eine gerechte Lösung wäre das österreichische Modell, bei dem auch Beamte und Selbstständige einzahlen. Da dieses Modell funktioniert (auch in der Schweiz) braucht es keine weitere Beweisführung.

PS: Gerade gelesen: "2017 musste der Bund gegenüber 2016 über 40 Milliarden Euro mehr Pensionsgelder für Beamte ausgeben, Tendenz steigend. Zurückgelegt wurden bisher aber nur 15 Milliarden. Eine weitere Lücke, die der Steuerzahler füllen muss. Am teuersten sind demnach die Pensionsverpflichtungen für Beamte, Richter und Soldaten mit 267,16 Milliarden Euro. Für die Beamten der Postnachfolgeunternehmen werden 181,86 Milliarden Euro fällig und für die Beamten der Deutschen Bahn AG 71,45 Milliarden Euro. Für die Gesundheitsbeihilfen der Bundesbeamten müssen langfristig weitere 167,46 Milliarden Euro aufgewendet werden.
"

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (03.07.2018 13:26).

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