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  • Stephan Geue

139 Beiträge seit 07.08.2011

Unternehmerisches Handeln (das Gründen eines Geschäfts) versus Kapitalismus

Kapitalismus, also die Herrschaft des Kapitals (zu dem u.a. Geld gehört) bzw. das Kapital als primäres Entscheidungskriterium - was hat das mit unternehmerischem Handeln zu tun?

Unternehmerisches Handeln ist doch zunächst mal durch eine Initiative gekennzeichnet, bei der ein gewisses Wagnis seitens des Unternehmers eingegangen wird. Ob dieses Wagnis darin besteht, die Kartoffeln aus dem eigenen Garten künftig nicht mehr allein zu essen, sondern sie z.T. gegen Fleisch vom Karnickelzüchter aus der Nachbarschaft zu tauschen oder gegen Karotten aus dem Garten des Nachbarn auf der anderen Seite, oder ob es darin besteht, einen Hedge-Fond zu gründen - das sind doch völlig verschiedene Sachen. Dem beschriebenen Erreger wird zugetraut, mutig bis leichtsinnig zu machen. Davon, dass er die Gier nach Geld verstärkt, steht nirgends was.

Ach ja, und wer jetzt einwendet, dass der Naturalienhandel doch eine primitive Form der Marktwirtschaft sei, hat natürlich Recht. Nur: Marktwirtschaft und Kapitalismus sind eben nicht dasselbe; das ergibt sich schon aus der ideologiefreien Analyse der Begriffe.

Aber natürlich wurden und werden damit auch ideologische Schlachten geschlagen. Aber müssen wir das hier tun?

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