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Re: Weichenstellungen bei Konzeption der Kernkraft? Mit Tricks

Herbstprinz schrieb am 12.03.2017 02:06:

OckhamOS schrieb am 12.03.2017 00:30:

Bei Siede- und Druckwasserreaktoren ist es nicht so einfach. Aber was kann nicht alles vorkommen. Plötzliche Reparaturen vor dem regulären Brennstabwechsel, oder so Vorkommnisse mit Schnellabschaltungen.

Denkbar, aber das ist noch nicht mal nötig. Bei einem regulärem Brennstabwechsel werden nur 1/4 der Brennstäbe ausgetauscht. Die anderen sind je nach Position nur zum Teil abgebrannt und werden i.d.R. nur umgesetzt.
Bei der Gelegenheit könnte man die mit dem noch geringen 240Pu-Gehalt aussortieren, ohne das es auffällt. Man könnte auch gleich Brennstäbe, eventuell nur mit 238U, passend im Core positionieren und den 240Pu-Gehalt so niedrig halten.

Die Zeit bis zum regulären Brennstabwechsel muss nicht unbedingt passen. Man muss beachten, dass für eine "Wunsch"zusammensetzung eine optimierte Bestrahlungsdauer und Neutronenrate eingestellt werden muss. Die kann man ganz gut berechnen und in bestimmten Grenzen auch einstellen - "notfalls" auch mal zu Lasten der Energieerzeugung. Dann muss man den Reaktor danach fahren, und das "Vorkommnis" sollte dann auch zur passenden Zeit eintreten.
Deshalb werden Fachleute auch hellhörig, wenn solche Meldungen kommen, dass ein Reaktor mit verminderter Leistung gefahren wird (wie gerade aus Indien zu hören). Es muss nicht unbedingt damit zu tun haben, kann aber.
Aber auf jeden Fall bieten auch "normale" Reaktoren ausreichend Freiheitsgrade. Die IAEA weiss das auch und ist deswegen an der Remote-Überwachung (also permanentes Monitoring auch ohne Besichtigung) auch ziviler AKW mittels transportabler Detektoren sehr interessiert.

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