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  • Rumbunktorius

5 Beiträge seit 09.03.2017

Zuerst die Zahlen bitte

Bei der gemessenen Aktivität des Jod-131 war von einem Mikrobequerel pro Kubikmeter Luft die Rede. Das ist extrem wenig. Zum Vergleich hat der Durchsnittsmensch eine Aktivität von 10 Kilobequerel (Hauptsächlich durch Kohlenstoff- und Kaliumisotope).

Rechnet man die 10^-6 Bq von Jod-131 in eine Dosisleistung um (http://www.physicoro.de/umrechnungen/aktiv.php?lg=de) erhält man 3*10^-14 Mikrosievert pro Stunde. Die durchschnittliche Dosisleistung aufgrund der Hintergrundstahlung liegt bei 10*^-1 µS/h, ist also 10 000 000 000 000 mal stärker.

Hierzu kann man sagen:

1. Hut ab vor der Messgenauigkeit der Geräte, die das Bundesamt für Strahlenschutz verwendet.

2. Keine Angst vor der "Wolke". Eine Banane ist zehn Billionen mal so gefährlich.

3. Bei Nachrichten zu Themen über Radioaktivität und vielen anderen Themen werden oft (wenn überhaupt) Zahlen in den Raum geworfen, mit denen der Leser, der nicht im Stoff steckt nix anfangen kann. Das führt zu Unsicherheit, Angst und im schlimmsten Fall Panik. Wenn schon Meldungen wie diese in den Medien (auch hier) kommen, sollten zu Beginn die Fakten geklärt werden.

4. Die Ursache der "Wolke" ist da schon eher bedenklich. Wieder mal ein klassischer Fall von kaputtgesparten Kraftwerken. Wenn Kernkraft benutzt wird, dann muss auch Geld für die Sicherheit in die Hand genommen werden. Das ist offenbar nicht möglich wenn die Betreiber gewinnorientierte Unternehmen sind...

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