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  • DanielB.

mehr als 1000 Beiträge seit 20.10.2008

Schwieriges Terrain

Ich denke das Gates einfach den Ansatz fährt, dass Armut und Hunger
am besten durch den Aufbau wirtschaftlicher Strukturen bekämpft
werden kann. Das tut er eben unter Beteiligung großer Konzerne. Dass
seine Stiftung Geld nicht auf der Bank hortet, wo es von Jahr zu Jahr
an Kaufkraft verliert sondern in etablierte Unternehmen (halbwegs
sichere Investments) anlegt finde ich auch durchaus nachvollziehbar.
Das man das ganze kritisch hinterfragen muss ist auch richtig, aber
man sollte vielleicht nicht zu schnell Urteilen.

Ich persönlich würde mir einen Ansatz wünschen, der zuersteinmal die
Eigenständigkeit der Region erhält in der investiert/gespendet wird.
Aber möglicherweise hat Gates auch im Kopf, dass diese Länder
dringend Devisen brauchen um auf Dauer einen Platz in der Welt zu
haben/zu finden.

Auch nicht so ganz nachvollziehbar ist für mich die
Anti-Gentechnikhaltung die in unserer Gesellschaft vorherrscht.
Natürlich birgt Gentechnik Risiken die so leicht nicht absehbar sind,
aber das große Argument dafür ist doch, dass in vielen Ländern
Afrikas sehr besondere Bedingungen herrschen, was die
Nahrungsmittelversorgung angeht. Es ist generell zu wenig da und
nicht jede Pflanze gedeiht in jedem Klima gut. Letztendlich braucht
mal halt Pflanzen die hohe Erträge abwerfen und möglichst wenig
Resourceneinsatz erfordern.

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