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  • Siaiaei

mehr als 1000 Beiträge seit 22.11.2003

Was in diesem Artikel nicht herauskommt

Laut Computerworld.com wurden in den letzten Tagen mehr als 1.000
Domains mit den Wörtern "Katrina" und Hurricane" angemeldet.
Einige davon werden gleich zu Spitzenpreisen von bis zu 50.000 Dollar
zum Weiterverkauf angeboten.
Viele werden zum Spammen, für sonstige Werbung oder gleich für
kriminelle Zwecke genutzt.

http://www.computerworld.com/securitytopics/security/story/0,10801,10
4513,00.html

Einige Filterprogramme von Firmen und Blocken blocken diese Seiten.
Und dabei ist auch manchmal hurricanehousing.org durch das Raster
gefallen.
Ist das gleich so eine Panik wert?

Die Frage ist doch: Wie unterscheidet sich hurricanhousing.org von
den anderen verdächtigen Seiten?

Die Antwort ist: kaum.

Denn hurricanhousing.org wurde ebenfalls schnell angemeldet, es wird
penetrant um Geld gebettelt und es wird ebenso penetrant Werbung
gemacht für die Mutterfirma moveon.org, eine rein politische Gruppe,
die von einigen Multimillionären wie dem Spekulanten George Soros
mitfinanziert wird.
Mit Katastrophenhilfe allerdings hatte der Verein bisher wenig bis
nichts zu tun.
Und vor allem: Er ist absolut nicht transparent. Wieviele Leute
wurden denn schon vermittelt?

Damit hat hurricanehousing.org zunächst mal ziemlich exakt das
Profil, auf das Filterprogramme anspringen.

Die nächste Frage: Was macht hurricanehousing.org überhaupt?

Und da wird's dann noch seltsamer, denn angeboten wird lediglich eine
Kontaktbörse für Unterkünfte.
Die Organisation betont aber in Disclaimern ausdrücklich, daß sie
nicht überprüft, wer die Anbieter und die Nachfrager sind und daß sie
keinerlei Verantwortung für irgendwas übernimmt.
Mehr noch: Jeder im Internet kann jeden der Anbieter anschwärzen,
indem er ihn mit zwei Mausklicks als mindestens unseriös hinstellt.

Damit kommen wir zur entscheidenden Frage: Ist es sinnvoll, sich an
so einen Verein zu wenden oder vielleicht doch an das Rote Kreuz oder
an andere Organisationen, die nicht einfach nur Adressen austauschen
lassen?

Übrigens: Im Gegensatz zu dem, was in diesem Telepolis-Artikel steht,
sind die drei am Ende genannten, angeblich kriminellen Seiten nicht
gelöscht, sondern klar zu sehen. Und es wird auch nicht um Geld
gebettelt, sondern es wird gesagt, man solle an das Rote Kreuz und
andere seriöse Organisatione spenden, die auch gleich verlinkt sind:
http://hurricanekatrinarelief.com

Wieder sehr dubios, was hier auf TP steht.
Von den Bot-Reaktionen der üblichen fünf bis zehn Anti-Ami-Spammer im
Forum wollen wir gar nicht reden. 
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