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  • permul

mehr als 1000 Beiträge seit 29.11.2017

John Swinton "Wir sind intellektuelle Prostituierte"

Zitat Artikel:
"Olaf Hoffjann: Blogger und Journalisten wollen beide vor allem informieren. Während Journalisten Kontrolle und Kritik etwas wichtiger ist, wollen Blogger eher unterhalten und Service anbieten. "

Diese Aussage ist falsch, Journalisten wollen nicht in erster Linie Informieren sondern sich mit ihrer Arbeit einen Lebensunterhalt verdienen. Da es in Deutschland aber nur eine Handvoll Besitzer von Massenmedien gibt und die ÖR rein praktisch meist Sprachrohre der großen Parteien und Regierung sind, vertreten auch so gut wie alle dort beschäftigten Journalisten die Meinung ihrer Chefs.
Man sieht es an volkswirtschaftlichen Artikeln, fast alle sind neoliberal, einziges Feigenblatt ist Thomas Fricke. Ansonsten Kriege welche die Bundesrepublik führt oder deren Freunde, USA und Israel, werden von den Journalisten unterstützt mit Lügen und Auslassungen.

Zitat Artikel:
"Olaf Hoffjann: Hier muss man differenzieren. Unsere Studie hat zeigen können, dass grundlegende journalistische Normen und Ziele unabhängig von der journalistischen Ausbildung und redaktionellen Einbettung vertreten werden."

Das ist wie schon gesagt vollkommener Unsinn, Lügen und Auslassungen von wichtigen Bestandteilen wie sie täglich von Journalisten durchgeführt werden, um die Linie der Chefredaktion zu verbreiten, haben rein gar nichts mit grundlegenden journalistischen Normen und Zielen zu tun.

Zitat Artikel:
"Olaf Hoffjann: Wir hatten erwartet, dass Blogger Pressemitteilungen positiver bewerten als Journalisten, da sie als Einzelkämpfer mit deutlich geringeren Ressourcen mehr auf sie angewiesen sind. Tatsächlich aber bewerten sie Pressemitteilungen genauso kritisch wie Journalisten. Beide bewerten die Zuverlässigkeit von Informationen und die Qualität von Pressemitteilungen als eher mäßig. "

Generell muss man sagen, dass die Journalisten der Mainstreammedien die Politikern wenn sie die Linie der Chefredaktion unterstützen rein gar nicht kritisieren, vollkommen wurscht was für einen Schwachsinn der Politiker labert. Eine Pressemeldung ist zwar nicht unbedingt eine Aussage eines Politikers, aber auf Aussagen von Politiker geht Hoffjann gar nicht ein. Es zieht sich durch ganze Interview Herr Hoffjann versucht den Journalisten eine unparteilichkeit, neutralität, objektive und umfassende Berichterstattung zuzuschreiben die schlicht und einfach in Deutschland gar nicht existiert.

Zitat Artikel:
"Olaf Hoffjann: ...
Aber nicht vergessen werden darf: Blogger sind als Einzelkämpfer noch mehr der Gefahr ausgesetzt, dass sie inhaltliche mit wirtschaftlichen Erwägungen verquicken und damit in eine ähnliche Abhängigkeitssituation geraten."

Wie erwähnt, ist die Abhängigkeitssituation bei den allermeisten Journalisten doch viel größer, oder meint Herr Hoffjann ein Journalist könnte etwas schreiben was gegen die Richtung der Chefredaktion geht und weiter beschäftigt werden?

John Swinton ehemaliger Hauptleitartikler der New York Times und ehemaliger Leitartikelschreiber der New York Sun. Rede 1883 zu Journalistenkollegen.

So etwas wie eine unabhängige Presse gibt es in Amerika nicht, außer in abgelegenen Kleinstädten auf dem Land. Ihr seid alle Sklaven. Ihr wisst es und ich weiß es. Nicht ein einziger von euch wagt es, eine ehrliche Meinung auszudrücken. Wenn ihr sie zum Ausdruck brächtet, würdet ihr schon im Voraus wissen, dass sie niemals im Druck erscheinen würde. Ich bekomme 150 Dollar dafür bezahlt, dass ich ehrliche Meinungen aus der Zeitung heraushalte, mit der ich verbunden bin. Andere von euch bekommen ähnliche Gehälter um ähnliche Dinge zu tun. Wenn ich erlauben würde, dass in einer Ausgabe meiner Zeitung ehrliche Meinungen abgedruckt würden, wäre ich vor Ablauf von 24 Stunden wie Othello: Meine Anstellung wäre weg. Derjenige, der so verrückt wäre, ehrliche Meinungen zu schreiben, wäre auf der Straße um einen neuen Job zu suchen. Das Geschäft des Journalisten in New York ist es, die Wahrheit zu verdrehen, unverblümt zu lügen, sie zu pervertieren, zu schmähen, zu Füßen des Mammon zu katzbuckeln und das eigene Land und Volk für sein tägliches Brot zu verkaufen, oder, was dasselbe ist, für sein Gehalt. Ihr wisst es und ich weiß es; Was für ein Unsinn, einen Toast auf die ‚Unabhängigkeit der Presse‘ auszubringen! Wir sind Werkzeuge und Dienstleute reicher Männer hinter der Bühne. Wir sind Hampelmänner. Sie ziehen die Fäden und wir tanzen. Unsere Zeit, unsere Fähigkeiten, unser Leben, unsere Möglichkeiten sind alle das Eigentum anderer Menschen. Wir sind intellektuelle Prostituierte."

Zitat Artikel:
"Olaf Hoffjann: ... Politische Blogger dürften es in Deutschland besonders schwer haben, weil die deutsche Medienlandschaft immer noch zu den vielfältigsten weltweit zählt. Da haben es neue Angebote naturgemäß schwerer, eine Nische zu finden."

Auch hier labert Hoffjan unsinn, die deutsche Medienlandschaft ist nicht vielfältig.
https://www.youtube.com/watch?v=MOpNkgFTuBU

Politische Blogger haben es schwer weil sie in den Sozialen Medien teilweise zensiert werden, weil der Gesetzgeber existenzbedrohende Gesetze erlassen hat wenn ein Blogger mal ganz konkret den Massenmedien ans Bein pinkelt(1). Desweiteren weil google seine Suchlisten säubert um nicht zu viele Linke Treffer zu zeigen(2) und Internetblogs relativ neu sind.

(1)
http://blauerbote.com/spendenkonto-fuer-gerichtsverfahren-gegen-den-stern/

(2)
https://propagandaschau.wordpress.com/2017/07/28/googles-neuer-suchalgorithmus-beschraenkt-zugang-zu-linken-und-progressiven-webseiten/

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (02.08.2018 14:21).

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