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Re: Es wird einfach zuviel gearbeitet.

hutzlibu schrieb am 24.03.2016 00:45:

Wenn die Utopie aber auf der Basis von Enteignung passieren soll ... muss sich hier Diktatorischer Mittel bedient werden. Welche Gegenreaktionen hervorrufen, die wieder noch stärker diktatorisch bekämpft werden müssen.
Ergo Diktatur.

Dezentrales Wirtschaften und basisdemokratisches Leben - ja gerne, aber nicht so.

Du vergißt, daß Privateigentum als juristisches Konstrukt überhaupt nur möglich ist, wenn es einen Staat gibt, der das Eigentum mittels der Staatsgewalt verteidigt. Wobei dieser "Staat" natürlich auch aus privaten Sicherheitskräften bestehen kann, eine Konzerndiktatur wäre immer noch ein Staat.
Sobald es keine glaubwürdige Gewaltandrohung mehr gibt, die die Menschen daran hindert, Dinge einfach zu benutzen, wenn sie sie brauchen, existiert so etwas wie Privateigentum nicht mehr. Persönliches Eigentum ja, das braucht keine geschriebenen Gesetze, sondern nur gegenseitigen Respekt - deine Wohnung, deine Möbel, deine Klamotten, deine Kochtöpfe und deine Schraubenzieher nimmt dir niemand weg. Aber Eigentümer einer Fabrik? Blödsinn. Wenn es keinen gibt, der sie daran hindert, beschließen die Arbeiter einfach, daß es ihre Fabrik ist, die sind viele, und du bist nur einer.

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