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  • marie-sofie

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Re: Übergang von der Posse in die offene Verarsche

freudhammer schrieb am 01.02.2020 10:47:

Auch ich habe einmal gehofft, dass sich die EU zu einem Gegengewicht zu den USA entwickelt und irgendwann doch noch etwas für seine Bürger bringen könnte, außer einer beständigen Flut von Vorschriften und einem Aufsaugen der Kompetenzen aus den Mitgliedsländern, was gleichbedeutend mit Demokratieabbau ist. Doch mein Hoffen war einfältig, denn so funktioniert eine Welt nicht, die durch internationale Banken und Konzerne gesteuert wird, garniert durch willfährige Politiker/innen, die einfach ohne Legitimation durch die Wähler einfach aus dem Hut gezaubert werden. (Beliebt dafür Figuren, die zu Hause in mindestens einem Ministerium schon einmal ihre Unfähigkeit beweisen haben dürfen…)
Nun zeigt sich die EU-Kommission sogar offen als Erfüllungsgehilfe amerikanischer Gas- und Ölkonzerne und spendiert ihnen europäische Terminals für ihre Tankerriesen, fördert damit also ihren extrem umweltschädlichen Betrieb. Und das, nachdem Frau Von der Leyen kürzlich ein gigantisches „Klima-Programm“ der EU angekündigt hat. Das Polittheater der EU ist mittlerweile von einer Posse in die offene Verarsche übergegangen.

Wenn ich lese, wie sogar geschäftliche Risiken der Konzerne „sozialisiert“ werden sollen, dann zeigt sich wieder einmal die große Lüge vom so gepriesenen Konkurrenzsystem des Kapitalismus, das zumindest heute in der großen Wirtschaft ein reiner Mythos ist. Die „Hermes-Kredite“, die den Firmen bei Auslandsgeschäften auf Kosten des Steuerzahlers die Risiken abnehmen, gibt es wohl auch noch.

Diese Wahrheiten kann man nicht oft genug aussprechen - danke.

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