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  • hgeiss

841 Beiträge seit 06.08.2014

Wir haben nichts zu greifen

Galoppel Heinz:

Es ist wohl unser Stil, immer weder tief in den Lokus zu greifen.

Bis auf diesen Satz stimme ich dir zu, denn wir haben nichts zu greifen und unsere Großeltern hatten erst recht nichts zu greifen. Wir sind so ohnmächtig, wie sie es waren, das haben uns die Erfahrungen des Corona-Regimes gezeigt. Wir werden von derselben Plutokratie, die damals die Nazis finanziert, die deutsche Bevölkerung missbraucht und als Kanonenfutter gegen Russland geschickt hat, wieder in den Lokus gesteckt.

Ich gehöre zu der Generation, der man eingebläut hat, dass die Lehre aus dem Faschismus sein muss, rechtzeitig zu widersprechen und sich zu wehren. Ich bin einer der Naiven, die das glaubten und seit über fünfzig Jahren danach lebten: als Barde, als Pädagoge, als Autor, als Don Quichote vor Ort. Und nun erlebte ich in den letzten 12 Monaten etwas, das ich nie mehr für möglich gehalten hatte. Ich schrieb mir die Finger wund und versuchte mich und andere aufzuklären, irgend einen Sinn hinter dem Geschehen zu finden. Früh schon schrieb ich ein spottendes Gstanzl und dachte damit einen Franken aufhalten zu können, Pustekuchen. Mittlerweile bin ich bei einem ohnmächtigen Blues angelangt.

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