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  • Klabusterbär

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Der Deutungs-Adel im Panik-Modus

Der Spiegel wittert hinter der Bezahlschranke eine „Corona-Pegida“. Die ARD wettert im Tagesthemen-Kommentar über „Wirrköpfe im Netz“. Das ZDF fordert seine Zuschauer auf, sie sollten Ken Jebsen „nicht vertrauen“. Die Südwest Presse sieht Verschwörungstheorien „die Mitte der Gesellschaft erreichen“. Beim DLF vermutet man, Männer seien besonders anfällig für Corona-Verschwörungstheorien, weil sie schwerer akzeptieren könnten, „dass sie gewisse Dinge nicht verstehen können“. Von einem „Minderheitenphänomen“ ist dort die Rede, das „keine Gefahr für die Demokratie“ sei.

Und wehe jemand schreibt was anderes:

Das Corona-Leak ist viral gegangen und hat sich mittlerweile zum „Corona-Gate“ für das Bundesinnenministerium entwickelt (*). Inzwischen haben auch die Mainstream Medien das Thema aufgegriffen. Der Tenor ihrer Berichterstattung:

„Es ist eine „Privatmeinung“ – die dank eines Ministeriums-Briefkopfes hohe Wellen schlägt: Ein Mitarbeiter des Innenressorts schießt quer. Nun wird er eingebremst.“

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Man möchte es nicht glauben, aber die von dem Leiter des Referats KM4 (Schutz Kritischer Infrastrukturen) im Bundesinnenministerium erstellte Schadenanalyse ist so gründlich und umfassend, dass dort selbst die ehemalige „Vierte Gewalt“ im Land, die Mainstream-Medien, einer Beurteilung unterzogen werden. Der Autor schreibt über sie:

„Diese Medien haben eine eingetretene relative Einheitlichkeit, die sich nicht an oppositionellen Meinungen und Richtungen orientiert, sondern an etablierten Politrichtungen. Die Leitmedien und vor allem die Öffentlich-Rechtlichen scheinen sich offenbar überwiegend als Überträger der als gemeinsam angesehenen Grundpositionierungen der dominierenden politischen Richtungen auf die Bevölkerung zu sehen.“

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