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Falsch Positive

Ja, selbst mit einem PCR-Test, der 99,9% Spezifität hat, findet man bei 300.000 Tests in der Woche noch 300 falsch positive (0,01%). Und je niedriger die Inzidenz, desto weniger Aussagekräftig jeder einzelne positive Test.

Soviel zur mathematischen Theorie.

Man testet aber nicht Zahlen auf einer Tafel, sondern Individuen auf einer Landkarte (Deutschlandweit).

Und gleich mal ganz salopp die Beispiele vorweg: Man findet bei einem systematischen Fehler diese 300 Falsch Positiven nicht alle zusammen auf einem Schlachthof und auch nicht ein paar viele davon zufällig im Kontaktumfeld eines anderen Falsch Positiven.

Solange man mit dem Ziel testet, Cluster und Infektionsketten aufzudecken und diese auch findet, hat man noch kein Problem mit falsch Positiven. In diesem Kontext, wie auch zu Anfang einer Epidemie, steigt die Aussagekraft eines Tests, wenn man anlassbezogen testet, z.B. weil jemand Kontakt mit einer bereits positiv getesteten Person hatte.

Wirklich problematisch wird es erst dann, wenn man nur noch repräsentativ auf gut Glück testet und vereinzelte, stochastisch in Deutschland verstreute positive Fälle findet.

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