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mehr als 1000 Beiträge seit 24.07.2018

Ganz und gar nicht

Ganz auf die Seite der Bürger schien sich Virologe Drosten zu stellen, als es um den Mundschutz ging. Er hob zu Beginn hervor, dass dieser den Träger nicht vor einer Infektion schützen könne. Was stimmt. Unwesentlich schien dabei der Fakt, dass der bekannte Überträgerweg durch Tröpfchen sehr wohl auf diese Art und Weise eingeschränkt werden kann.

Stimmt nicht so ganz.

Eine Schutzausrustung der Schutzstufe 3 (zu der zum Beispiel eine FFP-3 Atemschutzmaske zählt) stellt durchaus einen zuverlässigen Virenschutz dar. Nur waren (und sind) FFP-3 Masken pandemiebedingt absolute vergriffene Mangelware, die zwischenzeitlich in Gold aufgewogen wurde. Die Kliniken standen (und stehen eventuell immer noch) vor dem Problem, dass adäquate Schutzausrüstung auf dem Weltmarkt nicht oder nur astronomisch überteuert verfügbar war (oder ist).

Der Grund für die Verlautbarungen unseres Virologenoberpriesters Drosten war offenbar, dass aus welchen Gründen auch immer., alles daran gesetzt wurde, die Grundbevölkerung am Erwerb adäquater Schutzausrüstung zu hindern, um sie dem klinischen Behandlungspersonal vorzubehalten.

Es wäre also zunächst mal zu klären, was der geschätzte Autor unter einem 'Mundschutz' versteht und warum er das unsinigerweise pauschalisiert.

Eine OP-Maske oder eine (selbst)genähte Baumwollschutzmasle stößt einmal dann dann an ihre Grenzen, wenn sie Viren durchlässt. Das hängt von ihrem (mehr oder weniger auseklügelten Aufbau) ab aber auch von der Frage, ob sie dicht mit der Körperoberfläche abschließt.

Im Prinzip dürfen Masken ab der Schutzstufe FFP-3 zertifizierungsbedingt keine Viren (bzw. Partikel unterhalb einer bestimmten Ausdehnung in Virengröße) durchlassen.

FFP-2- bzw. N95-Masken sind bedeutend dünnwandiger und lassen vielleicht mal den einen oder anderen Virus durch.

FFP1 oder selbsgehäkelte Masken, Schals und dergleichen schützen ein bischen vor Tröpfcheninfektion, stellen aber kaum vor feinstverteilten Aerosolwolken in Schlachthöfen mit infizierten Tierkörpern oder stickigen Asylbewerberwohnheimsfluren einen ernstzunehmenden Schutz dar.

Kommen wir zum nächsten Problem: Wenn eine Schutzmaske nicht absolut dicht am Gesicht anliegt, bietet sie kaum Schutz vor aeorsolkontaminierter Atemluft.

Der größte Witz sind die Protagnonisten, die die Maske nur am Mund tragen und durch die ungeschützte Nase atmen (har). Vollbarträger haben auch die Atemkarte, weil die Maske prinzipbedingt nicht dicht zum Gesicht abschließen kann.

Drostens Motivation war mutmaßlich eher, dass er wenigstens noch ein paar brauchbare Masken für sein Institut benötigte.

Eine letzte Frage: Eignen sich Pampers als FFP-4 Atemschutzmasken?

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (21.06.2020 00:08).

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