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  • caphorn

mehr als 1000 Beiträge seit 10.04.2006

Politiker, Schauspieler, Musiker, Sportler, TV Journalisten – alles Popstars...

Sicher gibt es in all den genannten Bereichen auch Menschen, die ganz normal geblieben sind. Aber das Gros derjenigen, die dort arbeiten verliert mit zunehmendem Erfolg den Kontakt zu dem, was alle anderen als Realität im Alltag erfahren. Das ist wohl einer der Effekte der Massenmedien, wozu natürlich auch Internetplattformen, wie YouTube, Facebook, Twitter gehören und wie sie alle heißen, auf denen man über Nacht Promistatus erlangen kann. Ich wundere mich jedenfalls diesbezüglich über gar nichts mehr, weder über den größten Unsinn, den unsere neuen Halbgötter so öffentlich von sich geben, noch über die Bereitschaft der Massen, ihren neuen Idolen mehr oder weniger blind zu folgen. Identifikation ist alles, von oben nach unten und umgekehrt. Das war auch in früheren Zeiten schon so – bei Popstars, aber dass das nun auch volle Gültigkeit bei gewählten Volksvertretern hat, die vor der Vermassung der Öffentlichkeit auch immer noch an gewissen Kriterien von Seriosität ihrer politischen Aussagen und Handlungen gemessen wurden, das ist irgendwie neu, oder hat sich zumindest stark potenziert in der Form. Man hat wirklich das Gefühl, die leben in einer Filterblase in die nicht mehr viel durchdringt, außer statistische Umfragen, Meinungsforschung, vor allem natürlich ihre eigenen Person und ihre Parteien betreffend, Schlagzeilen der Leitmedien und sicher der ein oder andere Beraterstab, mit den entsprechenden Thinktanks im Hintergrund. Leider ist das in dem Zusammenhang irgendwie fatal, auch weil man ja weiß, dass die für den Unsinn, den sie produzieren in den seltensten Fälle dann auch irgendwann zu Verantwortung gezogen werden.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (07.10.2020 15:00).

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