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  • BythMuster

mehr als 1000 Beiträge seit 07.10.2020

Ja, woran sterben die Leute eigentlich

Wie ist das denn bei Krebs. Da sterben täglich Menschen dran, aber einige der offiziellen Krebstoten sterben auch an einem Herzinfarkt. Erinnert sich noch jemand an Hackethals Haustierkrebs?

Die Meisten sicher nicht. Zu Recht, denn das war blanker Unfug. So wie die Diskussion über mit und an Covid. Abgesehen davon, dass der Tod nur die endgültigste Folge der Krankheit ist und es diverse andere, schwere Verläufe gibt (Impfgegnersprech „Nebenwirkungen“, vor denen muss man aber keine Angst haben. Gefährliche Nebenwirkungen kommen ausschließlich von Impfungen).

Die meisten Covid-Toten versterben also im Krankenhaus. Nun, dort infizieren sie sich verhältnismäßig selten mit Covid, und wenn dann werden sie als Krankenhausinfektionen gezählt. Davon gibt es übrigens im Schnitt mehr als Grippetote in schweren Jahren.

Also kommen sie mit Covid ins Krankenhaus, und sterben dann da. Nun wird nicht jede Leiche obduziert (insofern wundern mich auch die auf die Nachkommastelle genauen Zahlen im Artikel) aber natürlich kann es passieren, dass man mit schweren Unfallverletzungen eingeliefert wird und dann noch Covid hatte. So wie übrigens viele Menschen zu Hause sterben, die auch Covid hatten - und bei denen macht nichtmal einen einen Test. So wie also ein Teil der offiziellen Covidfälle mit Covid starb, stierst auch ein Teil der sonstigen Menschen an Covid und keiner weiß davon. Bei 1-2% pro Tag, bezogen auf die Gesamtzahl, würde das den 15,x prozentigen Fehler bei den Offiziellen, den Kuhbandner entdeckt haben will, schon ausgleichen.

Zurück zu den Patienten. Sie kommen also mit schlechtem Gesundheitszustand in Krankenhaus und sterben. Da nicht alle Ärzte unfähig sind, wird es auch welche geben, die eine Unfallverletzung von einer schweren Lungenentzündung unterscheiden können. Nicht nachvollziehbar für uns Außenstehende bleibt daher, ob die „mit Covid verstorbene“ ohne Covid eine realistische Überlebensperspektive gehabt hätten.

Schlussfolgerung: angesichts der Übersterblichkeit, die bei hohen Infektionszahlen in den meisten Ländern nicht ausbleibt und sich meist halbwegs annähernd mit der Zahl der offiziellen Covidtoten deckt, ist eine öffentlich Diskussion über mit oder an reine Gedankenmasturbation. In Fachkreisen mag sie Erkenntnisfortschritt bringen, hier sorgt sie nur für viele Hits und angesichts der Werbung für schöne Einkünfte für den Autor.

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