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Propagule Pressure

Wenn man die Verbreitung von Viren um den Globus studieren will, wird man früher oder später auf Theorien aus der "Invasionsökologie", bzw. der Verbreitungsökologie ("dispersal") zurückgreifen. Es ist von Neozoen und Neophyten ja lange bekannt, dass es zeitlich vor der explosiven Verbreitung in Nicht-Ursprungsgebieten, schon des öfteren zu Einführungen durch Vektoren gekommen ist, diese aber nicht zu einer Verbreitung geführt haben oder erstmal in sehr niedrigen Abundanzen in langen Lagphasen, gerade mal eine winzige Population erhaltend, vor sich hin dümpelten. Das sind ja auch stochastische Prozesse, in denen einzelne Entitäten oder sehr kleine Populationen immer vom sehr wahrscheinlichen Verschwinden bedroht sind.

Gerade deshalb fliegen sie aber auch eine ganze Zeit unbemerkt unterm Radar.

Am Ende zählt statistisch auch die Frequenz, mit der solche Einführungen stattfinden ("Propagule Pressure").

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