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  • zur Erinnerung an Egon Bahr

398 Beiträge seit 30.01.2017

USA und Polen schweigen über ihre Unterstützung der Nazis

"Das Blatt erspart seinen Lesern allerdings den Hinweis, dass Familie Bush über ihre Beteiligung an der IG Farben auch an der Zwangsarbeit in Auschwitz mitverdiente."

Und Bush junior richtete dann später auch in Polen und Rumänien in eben dieser Tradition die Zentren für verschärfte Befragung von Gefängnisinsassen ein, die nach Gesetzen der USA zu Hause verboten gewesen wären, sprich: Folterkammern.

Wenn nun Polen schon keine Delegation Russlands zum 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz durch die Rote Armee einlädt, dann doch vielleicht wenigstens einen Vertreter der USA, der letztendlichen und faktischen Siegermacht? Warum nicht G. W. Bush, dessen Familie zum Betrieb von Auschwitz beigetragen hat?

Jeder in Israel weiß, dass es im Punkt Antisemitismus zwischen Deutschland und Polen Berührungspunkte und Übereinstimmungen gab. Noch nach 1945 gab es in Polen zahlreiche Pogrome. Während der Besatzungszeit schafften es viele Juden noch nicht einmal ins KZ. Zwar gab und gibt es auch in Polen zahlreiche von Israel hoch geehrte Bürger, die in der schweren Zeit Juden versteckten und ihnen halfen. Aber Zehntausende starben auch durch Denunziation und Eigeninitiative von Polen. Es gab bei Pogromen sogar Fälle, wo sich die jüdische Gemeinde um Hilfe an die die deutsche Besatzung wandte, die dann sogar einschritt. Die Vernichtung sollte schließlich geplant - ordnungsgemäß vonstatten gehen.

Als sich nach der Selbstbefreiung des KZ Sosibor die flüchtenden Insassen in drei Gruppen eingeteilt hatten ( Richtung Ukraine, Richtung Weißrussland, Richtung Polen)
wurden in Polen und der Ukraine alle umgebracht, nur die Gruppe in Weißrussland nicht.

Die wenigen überlebenden Juden, die nach dem Krieg ursprünglich nach Polen zurück kehren wollten, zogen es dann zu großen Teilen doch vor, entweder in die USA, nach Israel oder eher sogar nach Deutschland zu emigrieren. Wenig bekannt ist, dass Hitler die Memoiren Pilsudskis, eines Antisemiten und Aggressors gegenüber Russland, über setzen ließ und mit einem Vorwort von ihm und von Himmler als Geschenk überreichen ließ. Als 1939 Polen von den Deutschen besetzt wurde, stellten letztere in Krakau am Grab von Pilsudski eine Ehrenwache auf. Hier schließt sich der Kreis, warum sich Polen und die USA auch heute so wunderbar verstehen. In den USA ist man inzwischen zwar nicht mehr so antisemitisch wie damals. Aber der östliche Gegner ist der gleiche wie früher.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (07.01.2020 14:50).

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