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  • 3DES

147 Beiträge seit 12.12.2000

Sehr informierter Artikel, ABER EIN Entscheidender Fakt nicht bekannt ?!

... EINMAL mit Profis arbeiten (ahhh....)

ABER bei den physikalischen Fakten wird unzulässig vereinfacht und HIER ist der Knackpunkt der ganzen CO2 Diskussion:

Die von der Erdoberfläche und den Wolken ausgehende Wärmerückstrahlung wird wiederum von den Treibhausgasen absorbiert

Nicht "DIE" (gesamte) Wärmerückstrahlung wird von "den Treibhausgasen" absorbiert SONDERN:
- Nur ein Teil davon wird absorbiert, nämlich nur bestimmt Wellenlängen (für CO2: Die Bereiche um 4,3, 10 und 15 Mikrometer, und da hat die Abstrahlung bei weitem nicht ihr Energiemaximum)
- Es gibt noch andere sehr wirksame TreibhausGASE, insbes. Methan. Neben ca. 1 Mrd. Rindern tritt Methan an vielen Stellen unkontrolliert aus dem Boden, z.B.
-- aus einem offengelassenen großen Bohr-Leck in der Nordsee
https://de.wikipedia.org/wiki/Erdgasleck_in_der_Nordsee
-- aus auftauendem Methanhydrat
https://de.wikipedia.org/wiki/Methanhydrat

- Einen weiteren sehr hohen Einfluss haben Feststoffpartikel i.d. Atmosphäre (die wären für den früher öfters erwähnten "nuclear winter" verantwortlic. Heute relevant v.a. durch Vulkanausbrüche, flächige Brandrodungen ("Haze" aus den Dschungelstaaten in Singapur) und Industrieabgase (Kohle/Verkehrs-Ruß in China, Indien, Afrika). Die Partikel absorbieren aber v.a. die Einstrahlung, es wird also (am Boden) kühler durch die "Abschattung"

Man google "CO2 absorption spectre", z.B. hier:
https://rmets.onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1002/wea.2072

Generell ist es Unsinn, zu vermuten, WIR (DE) könnten mit unserem 2% globalem CO2 Footprint global was ändern. Reduktion um 20% wäre 0,4% Senkung global (20% von 2% sind 0,2*0,02=0,004=0,4% Senkung global).

Wichtiger wäre die Investition in Maßnahmen ZUR VORBEREITUNG auf den unabänderlichen Klimawandel (Bewässerungsinfrastruktur, Meerwasserentsalzung, Umbau der Landwirtschaft, Züchtung von geeigneten Nutzpflanzen, Entwässerungsinfrastruktur, ...)

Am wichtigsten ist aber das ungehemmte Bevölkerungswachstum (v.a. in Indien, Nahost und Afrika - weltweit von ca. 4 Mrd (1975) VERDOPPELT auf fast 8 Mrd in 2020

http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/globalisierung/52699/bevoelkerungsentwicklung

Bei gleichem absoluten Ressourcenverbrauch bleibt da nur noch die Hälfte für jeden, Tendenz fallend.

Viel zuviele "Staaten" sind eigentlich immer noch zusammengestückelte Stammesgesellschaften. Und in solchen ist und bleibt nun mal ein mögl. großer eigener Clan DAS Erfolgsmodell, weil alles andere (Staat, Gebietskörperschaft) entweder nicht vorhanden oder nicht vertrauenswürdig ist.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (03.06.2019 12:46).

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