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  • Species 8472

mehr als 1000 Beiträge seit 11.10.2013

Schon seit 1914 nicht mehr...

Alles an und für sich ureigenstes SPD-Terrain.

Die SPD hat ihr "ureigenstes Terrain" bereits im Jahr 1914 endgültig aufgegeben. Danach hat sie nur noch von der Ungebildetheit, Dummheit und Naivität ihrer Wähler profitiert...

Dass der "Niedergang" so lange dauerte und sich erst in den letzten 20 Jahren so massiv manifestierte, geht wohl nicht nur zufällig damit einher, dass das (digitale) Gedächtnis einfach länger und das Wahlvieh daher nachtragender wird.

Wäre diese Partei noch das, was sie mal war, würde sie so nach Vorne stürmen wie schon lange nicht mehr.

"Diese Partei" starb mit Bebel und Liebknecht. Danach war sie ein Schatten ihrer selbst und durch regelmäßige "Links-Abspaltungen" (auch die GRÜNEN waren einst eine solche) gekennzeichnet.

Allerdings ist "Links-Abspaltung" ein irreführender Begriff. Richtiger wäre: Die Abspaltungen sind an der Stelle stehengeblieben, wo die SPD zu diesem Zeitpunkt war; und die Partei als Ganzes ist einfach ein weiteres Stück nach rechts gerückt.

Insofern ist der "Sturm nach vorne" in der SPD schon vor über einem Jahrhundert abgeflaut. Geblieben ist nur der Hang ihrer eigenen Eliten, zur "gesellschaftlichen Elite" dazugehören zu dürfen; sich also stets auf dem Rücken ihrer Wählerschaft an den Tisch der Reichen und Mächtigen zu hebeln. Wenn du dir anschaust, für welche Gesetze die SPD federführend verantwortlich zeichnet; und wie sie, sobald sie nicht mehr regieren "muss", sogar gegen ihre eigenen Gesetze opponiert, um dumme Wähler wieder einzufangen, wird es sicherlich einleuchtender werden...

Aber was tut sie statt dessen?

Sie tut, was sie seit rund 100 Jahren tut. Ihr eigenes Klientel verarschen, verraten und verkaufen.

Dieses Konzept ging fast 100 Jahre hervorragend auf; und die Hoffnung, dass es zumindest noch die Lebenszeit der aktuellen Eliten um den "Freundeskreis Schröder" (Nachfolger werden ja schon gar nicht mehr aufgebaut) überdauert, dürfte entsprechend groß sein...

Vielen Dank, dicker Siggi. Du hast es wirklich so richtig versaut.

"Siggi" hat gar nix versaut. Er hat getan, was alle seine Vorgänger getan haben. Nicht ohne Grund distanziert sich die SPD immer wieder lauthals von der Vorkriegs-SPD und noch lauter von den Gründern der SPD...

Dass es dir heute besonders auffällt, ist einzig der Tatsache geschuldet, dass man es heute beim besten Willen nicht mehr leugnen kann. Doch "Siggi" für das Verhalten der gesamten SPD haftbar zu machen, ist nur der absurde Versuch, sich von eigenen Fehlern reinzuwaschen und ein Bauernopfer zu geben.

Wenn Du der Nation einen Gefallen tun willst, pack Deine Clique ein und wander mit ihr lieber heute als morgen nach England oder Russland aus.

Der größte Gefallen, den die SPD ihrem eigenen Klientel tun kann, ist, die politische Bühne zu verlassen, und auch in "Wahlprozenten", das zu reflektieren, was sie schon seit einem Jahrhundert machen. Und darum bemüht sie sich gerade aufrichtig. Insofern sollte "Siggi" genau das weitermachen, was seine Vorgänger und er bereits begonnen haben: Dem naiven Wahlvieh plakativ demonstrieren, was es da eigentlich seit rund einem Jahrhundert immer wieder gewählt hat.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (08.04.2016 11:53).

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