Avatar von OceanGY
  • OceanGY

96 Beiträge seit 29.03.2020

Systembedingter Fehler

Mir ist auch nicht ganz klar, warum eigentlich beides nicht in Einklang gebracht werden kann. Fleisch essen und Tiere quälen sind imho zwei verschiedene Paar Schuhe. Wieso muss eigentlich in solchen Diskussionen immer eine 0/1 Strategie gefahren werden?
Fleisch essen gehört für uns dazu, nur, und das ist der Punkt, muss das jeden Tag sein? Und ist es nicht geradezu pervers, wenn die Tüte voll mit unbehandeltem Obst/Gemüse doppelt so teuer ist, wie die Tüte Fleisch? Das geschieht nicht zufällig, sondern gewollt und ist imho auch nicht Schuld des Verbrauchers. Wir leben tatsächlich in derartigen Zeiten, dass sich manche gar nicht das teure Obst/Gemüse (also das unbehandelte, das einen nicht mit Giften vollstopft) leisten können und aus schierer Not zum billigen Fleisch greifen. Selbst Fisch ist da nicht drin, weil die Meere überfischt sind und Fisch entsprechend teuer! Warum? Tja, nicht etwa weil wir alle so viel Fisch essen, sondern, weil der meiste gefangene Fisch zu Fischmehl als Kraftnahrung in den Bäuchen der Rinder, Hühner und Schweine landet. Das ist einfach nur krank.
Wieso sich nicht einfach mal ehrlich machen? Es wäre so einfach.
1. Schritt: 100% artgerechte Ernährung der Tiere. Eiweis Kraftnahrung und Zusatzstoffe etc. sind also grundsätzlich verboten.
2. Ställe dienen nur dem Unterschlupf der Tiere, wenn sie es wünschen, also instinktiv Unterschlupf suchen. Ansonsten gibt es keine Stallhaltung.
3. Akkordarbeit beim Schlachten ist grundsätzlich verboten. Die Tiere haben nen Chip, der von der Schlachtanlage registriert wird. Jede Anlage hat einen maximal festgelegten Durchsatz, der automatisiert streng kontrolliert wird.
4. Fakt ist: Wir als Normalbürger werden ständig überwacht. Und da kann man einen Schlachtbetrieb nicht mit einer Kamera am Brühbecken überwachen, ob solche tierquälerischen Fälle auftreten, die automatisiert als solche erkannt und automatisch weitergeleitet werden? Komisch...bei uns geht das alles...dort dann aber nicht.
5. Die Haltung wird automatisiert überwacht, die Verstöße werden automatisiert erkannt und gemeldet. Es werden also keine Stichproben mehr genommen, sondern die Kontrolle erfolgt automatisiert kontinuierlich.

Die Konsequenz: Das Kilo Fleisch wird wahrscheinlich 3 Mal oder noch mehr kosten. Nun, Qualität kostet halt. Dafür wird dann automatisch weniger konsumiert, was wiederum die Krankenkassenkosten senkt. Statt Fleisch, wird dann Bio Obst / Gemüse subventioniert, um es auch für Menschen mit weniger Einkommen bezahlbar zu machen.

Das wäre alles machbar und für alle eine Win/Win.... oh Moment, einen kleinen Haken hat die Sache. Wird man auf diese Weise so viele Leute ausreichend und bezahlbar satt kriegen? Könnte ja sein, dass man dann mal die Frage der Überbevölkerung ernsthaft stellen müsste...autsch...die Diskussion wird von Linken/Grünen entweder schön geredet oder strikt vermieden. Dumm gelaufen.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (26.06.2020 12:06).

Bewerten
- +