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  • exkoelner

mehr als 1000 Beiträge seit 28.06.2012

Wenn Anhänger von Zensur, vor den Gefahren der Zensur warnen.

Im vorigen Artikel hatten die Autoren ja deutlich die Gleichschaltung sämtlicher Medien befürwortet. Damit begründet, das man so den vielen VTs entgegen treten wollte. Jetzt, im letzten Teil wird das nicht aufgehoben, aber festgestellt, das so noch mehr VTs erzeugt werden. Ach.

Was aber in allen 3 Teilen konsequent ausgeblendet bleibt, das in der Vergangenheit Deutschland sehr großes Leid verursacht hat, durch eine von Verbrechern in einem pseudo-demokratischem Prozess gekaperte Regierung. Und aufgrund dieser historischen Tatsache, die zumindest den Generationen die bis zur Wiedervereinigung zur Schule gegangen sind, um die Ohren gehauen wurden, wie nur was - hatte man im GG und weiteren Gesetzen besonderen Wert auf Informationsfreiheit, Meinungsfreiheit, das Postgeheimnis, Demonstrationsrecht, den besonderen Schutz für Journalisten und deren Informanten, wert gelegt - um vorsorglich damit zu verhindern, das eine einseitig informierte Bevölkerung solche Verbrecher im Amt auch noch unterstützt.

Und genau das wurde alles mit den Sondervorgehen anlässlich Corona abgeschafft, und genau das erreicht, was das Grundgesetz helfen wollte, zu verhindern - Verbrecher im Amt. Das fängt bei den Korruptions-Skandalen vieler Abgeordneter bei der Maskenbeschaffung an, und endet noch lange nicht bei den Knebelverträgen mit den Pharma-Giganten. Das sind nur die offensichtlichsten Indizien, welche kriminelle Energie sich mittlerweile in Parlamenten und Regierungen vorfinden lassen. An der medialen Einheitsfront, die die Autoren im 2. Teil für Alternativlos halten, prallt sämtliche ernsthafte Kritik an der Regierung und ihren korrupten Taten ab.

Nein, 1939 hat Polen nicht Deutschland angegriffen und den Sender Gleiwitz überfallen - es war eine von der Regierung geplante Fake-Aktion, um militärisch gegen Polen vorgehen zu können, obwohl die damalige Bevölkerung mehrheitlich wie die meisten Bevölkerungen gegen Krieg waren, weil in vielen Familien das Leid des 1. WK noch allzu präsent war. Und die unter Goebbels gleichgeschaltete Presse half dabei, das nicht kritisch zu hinterfragen, die Fakten und Glaubwürdigkeit dieser Behauptung zu überprüfen - es wurde, wie vom Propaganda-Ministerium vorgegeben als Fakt verkauft. Und wer ausländische Informationsquellen benutzte, wurde bestraft. Und um so etwas zu verhindern haben alle nach 1949 gültigen Gesetze Presse- und Meinungsfreiheit gestärkt - und wer, aus was für einem Grund auch immer, das abschafft oder einschränkt, nimmt bewußt in Kauf das sich wieder in Regierungen Krimnelle und Psychphaten sammeln.

Dieses geänderte Verhältnis zu Meinungs- und Pressefreiheit wird von den Autoren mit keinem konkreten Satz kritisiert, sogar als Alternativlos befürwortet und pauschal als VTs diffamiert. Wie gestaltet man denn eine regierungskonforme Regierungs-Kritik? Statt dessen wird "exekutiv-autoritäre Verordnungen" als alleiniges Diskussionsfeld eröffnet, während die Zensur weiter als notwendig betrachtet wird. Was für ein verdrehtes Demokratie-Bild, eigentlich so verdreht, das es schwer fällt den Autoren ernsthafte Sorge um die Demokratie abzunehmen, angesichts der Repressionen die Regierungskritiker mittlerweile hier erleben. Berufsverbote, Kontokündigungen, existenzvernichtende ad hominem Angriffe, bis hin zu physischer Gewalt kann einem in Deutschland 2021 widerfahren, wenn man abweichender Ansicht ist. Kein Wort dazu.

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