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  • Lunithor

2 Beiträge seit 06.02.2008

Buch der Frauenheilkunde?

Wenn man davon ausgeht das das Buch echt ist, stellen sich mir vor
allem die Fragen was das Buch thematisiert und warum dies
verschlüsselt wurde bzw. vor wem?

Thematisch scheint das Buch von einer Art mittelalterlicher
Frauenheilkunde zu handeln. Dies erklärt die Erläuterungen zu
Heilpflanzen, Bädern für Schwangere, Rezepten und auch zu
zyklischen-astronomischen Zusammenhängen. Wenn auch letzteres
sicherlicn der damaligen stark okkulten Weltanschauung geschuldet
ist. Das Buch wird sicherlich nicht nur über Formen der Abtreibung
berichten, wie vermutet wurde, sondern auch zu anderen medizinischen
Belangen, wie Schmerzlinderung (Mädesuß, Mohn) oder
Fruchbarkeitssteigerung bis hin zu psychoaktiven Pflanzenstoffen
(Johanniskraut). Die eigenartigen Pflanzendarstellungen könnten eine
Nachzeichnung und Nachkollerierung von herbarisierten Pflanzen sein.
Diese medizinischen Themen sind aber eben auch Themen für die damalig
sehr bedrohliche Hexenverfolgung.  
Möglicherweise wollte sich die/der Autor/in mit Hilfe der
Textverfremdung vor der Nachstellung der römisch-katholischen
Inquisition (13. - 18. Jhd.)oder ähnlich Denkenden schützen. In
diesem Fall wäre die Verwendung der lateinischen oder griechischen
Sprache auch in verschlüsselter Form wenig nützlich bzw. eher
gefährlich. Bei der Verwendung einer Kunstsprache wäre eine
zusätzliche Verschlüsselung, wie sie offensichtlich vorgenommen
wurde, überflüssig, weil doppelt aufwändig.
Für den europäischen Raum zu dieser Zeit käme u.a. insbesondere eine
keltische Sprache in Betracht, wie Kymrisch (Walisisch), Irisch,
Bretonisch usw. Einige Buchstaben deuten auch sehr auf eine keltische
Sprache hin, die dann aber zusätzlich verschlüsselt wurde. (Übrigens
hat der in den Kommentaren erwähnte Sprachwissenschaftler Tolkien bei
seiner Elbensprache sehr stark vom keltischen Walisisch abgeguckt)
Dies ist natürlich nur eine These, vielleicht etwas für Keltologen
und Kryptologen...


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