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  • freudhammer

665 Beiträge seit 14.12.2014

Kanibalismus 2.0

In einem Beitrag hier im Forum https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Debatte-um-Opt-Out-Umstellung-bei-Organspenden/Staatlich-abgesegneter-Kanibalismus-zu-Gunsten-von-Lobbygruppen/posting-33027189/show/habe ich den für manche überzeichnet klingenden Begriff „Kanibalismus“ verwendet. Ein User versuchte die Aussage ins Lächerliche zu ziehen, denn Kanibalismus sei etwas, was durch den Magen erfolge. Ich finde den Begriff recht treffend, weil die alten Kanibalen etwa das Herz ihres Feindes verspeist haben, um sich dessen Mut und Kraft einzuverleiben. Wir meinen ein Anrecht darauf zu haben jedermanns Organe auszuschlachten und den Menschen zum Ersatzteillager zu degradieren. Nur weil etwas möglich ist, muss man das noch lange nicht machen und nur weil etwas das Bruttosozialprodukt hochtreibt, ist es noch lange nicht vertretbar. Ich bleibe dabei, Organverpflanzung ist eine Form von Kanibalismus, quasi Kanibalismus 2.0, und das gegenwärtig laufende Gangsterstück, an die Organe von jedermann ranzukommen, zeigt die grenzenlos ethische Verkommenheit dieser Zivilisation.

Ein anderer User versuchte dieses menschenverachtende Treiben damit zu rechtfertigen, dass es in Österreich schon so praktiziert wird. Nun, ich schätze bei Österreichern einiges, doch die Geschäftstüchtigkeit ihrer Halbgötter in Weiß und ihre Politmafia gehören nicht dazu.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (07.09.2018 12:32).

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