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IG Farben-Abwicklungsgesellschaft

Pincinato schrieb am 26. Juli 2003 2:54

> da gibt es doch eine nachfolgegesellschaft, die das vermögen der
> alten ig farben verwaltet.
> im zusammenhang mit der entschädigungsdiskussion für jüdische
> naziopfer habe ich mal was gelesen, wie diese nachfolgegesellschaft
> die verantwortung für die eigene vergangenheit ablehnt.
> ich muß da mal nachforschen.... -oder hat jemand näheres??

Auf die Schnelle:

Seit dem 24. März 1999 führt Deutschland wieder Krieg. Einen Krieg,
der mit der Losung NIE WIEDER AUSCHWITZ legitimiert wird: Deutschland
kämpft im Rahmen der Nato gegen die "Dikatoren" und "Völkermörder".
So dokumentiert Deutschland, daß es geläutert ist und auf die
Einhaltung der Menschenrechte pocht. Es war einer rotgrünen
Bundesregierung vorbehalten, die letzten als Fesseln empfundenen
Beschränkungen aufzuheben, die einen deutschen Angriffskrieg auf
Länder, die unter der deutschen Besatzung litten, undenkbar scheinen
ließen. Eine Bundesregierung, die wie ihre Vorgängerinnen nicht
willens ist, alle NS-Opfer zu entschädigen, beansprucht das
Definitionsrecht darüber, was Auschwitz gewesen ist und was heute
"Auschwitz" sein soll.
( http://www.nadir.org/nadir/aktuell/1999/06/23/270.html )


Ultimatum für IG Farben

Daß sich Gerichte mit Versammlungsverboten befassen müssen, ist
Routine. Den seltenen Fall einer Versammlungserzwingung hatte das
Amtsgericht Frankfurt vergangene Woche zu verhandeln. Es entschied,
die Liquidatoren der IG Farben müßten innerhalb von drei Wochen ihre
Aktionäre zu einer Hauptversammlung einladen. Der Dachverband der
kritischen Aktionäre hatte vermutet, die Verantwortlichen wollten die
Versammlung absichtlich verzögern. Seit Jahren begleiten Proteste die
Aktionärsversammlungen der Nachfolgegesellschaft des Chemiekartells.
Für dieses Jahr hatten Organisationen von NS-Verfolgten und der
Dachverband zur Verhinderung der Versammlung aufgerufen. Sie fordern
die sofortige Entschädigung aller Zwangsarbeiter und die
anschließende Auflösung der Gesellschaft. 
( http://www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/_98/35/10a.htm )


In zwei Etappen zum Sieg –
Wie Bayer & Co. die Nachkriegsgeschichte bestimmen

Nach der Zerschlagung des von den IG FARBEN maßgeblich
mitinstallierten Hitlerfaschismus übten BAYER-Direktor Prof. Dr.
Ulrich Haberland und andere Chemieführer Druck auf die
Adenauer-Regierung aus, um die Enteignung der IG FARBEN zu
verhindern. Im Ergebnis wurde die einst so mächtige Chemie-Industrie,
die Abertausende von Zwangsarbeitern in Auschwitz und anderswo bis
zum Tod ausgebeutet hatte, nicht abgewickelt, sondern lediglich
halbherzig entflochten. Heute sind die Konzerne BAYER, BASF und
HOECHST jeder für sich mächtiger und reicher, als es das IG
FARBEN-Kartell jemals war.
(
http://www.kritischeaktionaere.de/Konzernkritik/I_G__Farben/IGF-Nachk
rieg/igf-nachkrieg.html )


Endlösung der Entschädigungsfrage
Der Fonds der Bundesregierung wird deutsche Konzerne, die vom
KZ-System profitierten, endgültig von allen Forderungen befreien
( http://www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/_99/11/09a.htm )


Wer behauptet jetzt noch, wir Deutschen hätten unsere Geschichte zu
Genüge aufgearbeitet? Ja, wir haben sie soweit aufgearbeitet, daß wir
unter unserer sozialdemokratisch-ökologischen Regierung wieder
profit- und ideologie-orientierte Kriege führen müssen... Heil
Schröder! Heil Fischer!

Wenn unser Gesellschafts- und Wirtschaftssystem solche Dinge
begünstigt, ja sogar fördert, dann muß es abgelöst werden. Es ist den
Menschen nach innen, sowie nach außen feindlich gesinnt.

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