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  • freudhammer

680 Beiträge seit 14.12.2014

Notwehr? Ein schlechter Scherz.

Klarobello:

Von imperialen Kriegen haben die usa sich seit Lybien zurückgezogen und treten nur noch in Erscheinung wenn ihnen direkte Gefahr droht, wie die Ausschaltung des IS, oder Nordkoreas Atomwaffenbedrohung. Als enger Verbündete Israels sehen die usa auch eine Notwehrnotwendigkeit gegen Iran/Hisbolla. Das scheint mir der wahre Grund des Eingreifens in den Jemen-Krieg zu sein.

Also du glaubst bestimmt auch noch an den Weihnachtsmann und dass Zitronenfalter Bananen falten. Deine Begriffsschöpfung von der "Notwehrnotwendigkeit" ist doppelgemobbelt und hebt sich auf. Gewiss ist der Islam von seinem Charakter her eine aggressive Religion mit Missionsauftrag, auch wenn seine Gläubigen (oder Zwangsgläubigen) wie alle Menschen auch nur in Frieden leben wollen. Wer aber glaubt, dass sie die Erfahrungen mit den westlichen Interventionen und Erniedrigungen kollektiv vergessen werden, befindet sich sicher im Irrtum. Beim Apartheidsstaat Israel meint man gar, er legt es geradezu darauf an Hass und Desperados zu züchten. Da Juden ja nicht dumm sind, gehe ich von einer Absicht aus, denn in Frieden könnte der jüdische Gottesstaat in der jetzigen Verfasstheit nicht weiterbestehen. Und spätestens bei der Erwähnung des Judenstaates müssen wir fragen, was der imperiale Westen im Orient verloren hat. Erst schickten die Päpste ihre Kreuzfahrerheere und ließen die Ritter in maurischem Blut waten. Dann brachte das Britische Empire den 1. WK in die Region. Dem Zaren versprach man die Dardanellen, die Franzosen krallten sich Syrien und die Briten installierten zwei Regime als geostrategische Bastionen für ihr Weltreich, den saudischen Clan und Israel. Nahtlos übernahmen später die Amis, wobei man nicht weiß wo England aufhört und Amerika anfängt, denn sie werden von denselben Plutokraten gesteuert. Ebensowenig sicher ist, ob Israel die Kanone der US ist oder umgekehrt die US die Kanone Israels. Und die Saudis werden sowieso von der Wallstreet und der City of London geleitet.

Und dort ist auch die Verantwortung für den Völkermord im Jemen anzusiedeln. Der Iran, der auch lange Zeit eine Kolonie dieser Kreise war, mit seinem Diktator von des Westens Gnaden, Schah Reza Pahlavi, würde sehr schnell wieder zum „Freund“, wenn er sich wieder ausplündern ließe. Immerhin haben die Perser schon sehr lange (seit der Antike?) keine imperialen Ziele mehr verfolgt, sie haben niemanden angegriffen, es war immer umgekehrt, etwa beim ersten Golfkrieg 1988 mit Millionen Opfern, den Saddam im Auftrag des Westens verbrochen hat.

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