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  • Jappie

799 Beiträge seit 03.12.2006

Scheindebatte, auf Bildungsdefizit beruhend

Jeder Mensch, der die deutsche Grammatik verstanden hat, kann über
die Debatte nur den Kopf schütteln:
Zitat Anfang:
Die ganze Misere wurzelt in der deutschen Sprache, in der zwischen
den Begriffen des Genus (grammatisches Geschlecht) und des Sexus
(biologische Eigenschaft von Lebewesen) nur ein lockerer Zusammenhang
besteht ... : "Das Genus der allermeisten deutschen Substantive hat
mit den Eigenschaften *weiblich* und *männlich* nichts zu tun".
Weniger wissenschaftlich, aber sehr einprägsam hat sich Mark Twain
(1835-1910) mit diesem Problem befasst und darauf hingewiesen, dass
in der deutschen Sprache ein Fräulein (ebenso ein Weib) kein
Geschlecht, aber einen männlichen Busen und männlichen Rumpf habe,
ein Mann dagegen eine weibliche Brust, auch weibliche Hände, Hüften,
Lippen und Zehen, so dass "in Deutschland ein Mann zwar glauben mag,
er sei ein Mann, aber sobald er sich die Sache genauer ansieht,
müssen ihm Zweifel kommen: Er findet heraus, dass er in Wahrheit eine
höchst lachhafte Mischung darstellt."
Zitat Ende.

Da ich es nicht besser formulieren kann, habe ich oben aus JR, Heft
10/2007, Seiten 410 - 412 zitiert.
Mir jedenfalls wurde bereits in der Grundschule der Unterschied
zwischen persönlichem und grammatikalischem Geschlecht gelehrt. 

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