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  • freudhammer

769 Beiträge seit 14.12.2014

Heuchler

Hammerschmitt:

" In der Dresdner Frauenkirche ist es so sauber, weil nichts an die Ruine erinnern soll, die sie zu Recht einmal war."

Man weiß nicht, wo man anfangen soll in den Aufsatz reinzugrätschen, Fragezeichen zu setzen. Ich nehme nur zwei Sätze heraus. Mit dem oben zitierten stellt sich der Autor in die Reihe der „Bomber Harris do it again“-Fraktion. Wer die blindwütige Zerstörung von Städten und den Massenmord an Zivilisten für rechtens erklärt, ist wieder im mosaiischem Rechtssystem angekommen, wo alles ausgerottet wird, was nicht dem Zweck dient. Durch keine andere Bewertung kann sich der Heuchler und Menschenverächter deutlicher outen als durch seinen Hang zur Kollektivstrafe.

Der zweite Satz, zusammengeschnitten:

"Olaf Henkel und Bernd Lucke (...) legten die Behelfsbrücke, über die die Truppen marschieren wollen."

Als wenn es diese Brücke bräuchte! Der deutsche Faschismus war Teil des internationalen Faschismus, seine Truppen sind wie alle Truppen, die Rollkommandos der Gläubiger, die die Völker für das weltweite Zinseintreiben bezahlen lassen, in doppelter Hinsicht. Klar sind die Drehbücher komplexer und es gibt durchaus widerstrebende Geschäftsmodelle. Faschismus (als verkürzter Begriff für die skrupellose Geld- und Machtgier der Plutokratie) war vom ersten Moment nach dem Krieg präsent, seine Aggregatformen waren zeitweise milder und listiger, doch nur das Logo über dem Fabriktor wurde geändert. Die Besitzanteile der Täter wurden nicht angetastet.

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