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  • meis1

61 Beiträge seit 31.01.2011

Fortschritt

Es ist eben das Wesen des Fortschritts menschlicher Gesellschaften,
dass aufbauend auf Vorhandenem weitergedacht und Neuland betreten
wird, und die Beiträge auch einiger der erwähnten Denker für die
(weder geradlinige noch in irgendeiner Form abgeschlossenen)
Entwicklung hin zu unseren gegenwärtigen Weltbildern überragt die
Bedeutung ihrer kleingeistig-zeitgeistigen Auslassungen zum Thema
Rassismus um so vieles! Wobei diese Zeitgeistigkeiten, die sie von
sich gegeben haben, ja nicht bei Rassismus Halt machen, sondern auch
alle anderen ethischen Bereiche umfassen: Frauenrechte, Bürgerrechte
etc.

Wir sind in der bequemen Lage, als Zwerge auf den Schultern von
Riesen in Manchem weiter blicken zu können. Was wäre unser eigenes
Weltbild im 17./18. Jahrhundert gewesen, was wären unsere ethischen
Normen gewesen?

Klar: diese Dinge dürfen nicht vergessen werden, nicht zuletzt als
Erinnerung daran, wie dünn das Eis der Zivilisation ist, auf dem wir
uns bewegen, auch daran, dass auch wir selbst viele Meinungen und
Vorurteile mittragen, die in wenigen Jahrzehnten als nicht korrekt
angesehen werden dürften (zB Rechte anderer Lebewesen, Recht zur
Vernichtung der Umwelt unserer Nachkommen etc). Undifferenziertes
Philosophen-Bashing bringt jedoch niemanden weiter.

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