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Feigheit und Anbiederung

Anliegen wie ein "verantwortungsvoller Sprachgebrauch" und ein "sensibler Umgang mit Minderheiten" sind seiner Ansicht nach "berechtigt", dürfen aber nicht zu einem "Tugendterror" werden, in dem "abweichende wissenschaftliche Meinungen Gefahr laufen, als unmoralisch stigmatisiert zu werden". Das führe nämlich zu "Feigheit und Anbiederung" anstatt zu "Aufbruch und Neugier", weil "jede konstruktive Auseinandersetzung […] bereits im Keim erstickt" werde.

Und "Feigheit und Anbiederung" führen zu Faschismus. Das hätte er gerne noch hinzu fügen dürfen.

Bildungsverweigernder Gruppenzwang, der sich an Wortklängen orientiert, um den Anschein einer mutigen Revolte zu wahren, welche keine ist, weil sie trivial und gesellschaftlich maximal unterfüttert ist.

Der "Aufstand der Anständigen" wehrt sich hier nicht gegen echte Rassisten aller Coleur, sondern gegen eine rationale und argumentative Auseinandersetzung mit der Zuwanderungsthematik, nicht aus "Zivilcourage", sondern weil sie außer heftiger Diffamierungen nicht viel zu bieten hat.

Die Heftigkeit des Vorwurfs soll das Argument ersetzen.

Ich kann nur jedem empfehlen, sich das Urteil durchzulesen und selbst zu sehen, in welch perfider Weise ein Zitat durch Auslassung in sein Gegenteil verkehrt wird, dass es einen an die Show in "Running Man" erinnert.

http://www.justiz.nrw.de/nrwe/lgs/koeln/lg_koeln/j2017/28_O_324_16_Urteil_20170315.html

Richtet sich das Zitat eher dagegen, sich überhaupt am Krieg gegen den Terror zu beteiligen, so erscheint sein Urheber nach der Auslassung als jemand, dem eben dieser Krieg gegen den Terror gar nicht grausam, unmenschlich und mörderisch genug sein kann.

Dass dies der Bremer Studentengruppe absolut bewusst sein muss, kann gar nicht deutlich genug herausgestellt werden.Es wird hier doch nicht um diese Art "Grasswurzelbewegung" gehen, die einem das Studium finanziert?

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